Projekt HafenCity

Stand der Entwicklung

Die HafenCity wird von Westen nach Osten und von Norden nach Süden entwickelt. Das Areal, auf dem zurzeit gebaut wird oder bereits gebaut wurde, erstreckt sich inzwischen über 1,1 Kilometer Länge von der Elbphilharmonie an der Spitze des Dalmannkais bis zum Verlagsgebäude der Spiegel-Gruppe auf der Ericusspitze; in seiner Breite reicht es von der Speicherstadt bis zum Elbstrom.

Das Foto zeigt  den Vasco-da-Gama-Platz vom Grasbrookhafen aus

Ein Stück Stadt erwacht zum Leben: Mehr als 1.500 Menschen leben bereits in der HafenCity und rund 4.000 Menschen arbeiten hier (© ELBE&FLUT) Bilderserie starten

Nahezu die Hälfte des vom Masterplan zugrunde gelegten Bauvolumens ist entweder fertiggestellt, im Bau oder durch Grundstücksverkauf und Bauverpflichtung gesichert. Grundlage für die Entwicklung der östlichen HafenCity wird eine fortgeschriebene und überarbeitete Fassung des ursprünglich im Jahr 2000 beschlossenen Masterplans. Im März 2010 leben etwa 1.500 Menschen in den neu entstandenen Quartieren; rund 6.000 arbeiten hier. Und die Zahl derer, die in den Stadtteil strömen, nimmt täglich zu. Als erstes Quartier wurde 2009 das städtebauliche Ensemble Am Sandtorkai / Dalmannkai komplettiert: Mittlerweile sind dort zahlreiche soziale Netzwerke entstanden; in den Erdgeschossen haben Cafés, Restaurants, Bars oder Geschäfte eröffnet. Zudem nutzen Bewohner, Beschäftigte und Besucher bereits die vielfältigen öffentlichen Stadträume.

Ebenfalls weitgehend komplettiert wird 2010 der Hochbau im benachbarten Quartier Am Sandtorpark / Grasbrook. Eine Primarschule mit Hort und Kindertagesstätte hat 2009 ihren Ganztagsbetrieb aufgenommen Auch mehrere Bürogebäude wurden fertiggestellt, denen Wohngebäude folgen werden.

Jüngster – und größter – Büronutzer der HafenCity ist seit Frühjahr 2010 der Germanische Lloyd: Mit rund 1.600 Angestellten hat das Unternehmen seine neue Zentrale im Quartier Brooktorkai / Ericus bezogen. In deren Nachbarschaft bezieht Anfang 2011 auch der Spiegel-Verlag sein neues Hauptgebäude. Fertiggestellt ist seit 2009 ebenfalls das erste Gebäudeensemble auf dem Strandkai. Es besteht aus der Unilever-Zentrale für die deutschsprachigen Länder (1.100 Angestellte) und dem Wohnturm Marco-Polo-Tower (58 Wohneinheiten). Nebenan sind die ersten direkt an der Elbe liegenden öffentlichen Freiräume nutzbar.

Auch die Entwicklung des Elbtorquartiers nimmt Fahrt auf: Bereits 2008 eröffnete das Internationale Maritime Museum Hamburg im historischen Kaispeicher B und im Juli 2010 werden die Bauarbeiten für die neue HafenCity Universität (HCU) begonnen. Das markante Gegenüber des Überseequartiers – bestehend aus der neuen Greenpeace-Zentrale, dem Designzentrum designport hamburg sowie einem Wohngebäude – wird ebenfalls seit Jahresbeginn gebaut. Mit Ausnahme eines Baufelds werden alle Projekte des Quartiers bis 2012 fertiggestellt sein. Auf dem Areal des insgesamt 7,9 Hektar Fläche umfassenden zentralen Überseequartiers befindet sich die zurzeit größte innerstädtische Baustelle. Sein nördlicher Teil wird bis Herbst 2011 realisiert, die Arbeiten im Südteil starten im Sommer 2010. Zunächst musste hier noch der Rohbau für die neue gleichnamige U-Bahn-Haltestelle der U4 fertiggestellt werden, die im Herbst 2012 den Betrieb aufnimmt. Das gesamte Überseequartier soll bis 2013/2014 komplettiert werden. Und auf dem historischen Kaispeicher A wächst beständig die vom Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene Elbphilharmonie; zum Jahreswechsel 2009/2010 war eine Höhe von 65 Metern erreicht worden. Eröffnet wird das neue Hamburger Wahrzeichen mit seinen zwei Konzertsälen, einem Fünf-Sterne-Hotel und ca. 47 Wohnungen im Jahr 2012. Längst ist die HafenCity also aus der Phase der Projektplanung in die Phase der intensiven Realisierung eingetreten: Ihr Osten ist im Wesentlichen noch Planungsgebiet, ihr Zentrum eine Großbaustelle – doch im Westen ist sie schon zum ebenso lebendigen wie urbanen Ort geworden.