Projekt HafenCity

HafenCity Hamburg: Stand der Entwicklung

Die HafenCity wird von Westen nach Osten und von Norden nach Süden entwickelt. 64 Projekte sind fertiggestellt, weitere 69 Vorhaben in Bau oder Planung; ca. 1,7 Mio. qm BGF sind durch Verkauf der Grundstücke oder Anhandgaben gesichert. Längst hat sich die HafenCity als beliebter Wohnstandort und Arbeitsort fest etabliert: Rund 1.800 Wohnungen sind fertiggestellt, mehr als 730 Unternehmen mittlerweile vor Ort

Ein Stück Stadt erwacht zum Leben: Rund 1.800 Wohnungen sind fertiggestellt, mehr als 730 Unternehmen haben sich bereits in der HafenCity angesiedelt (© ELBE&FLUT)

Die HafenCity ist eines der markantesten Stadtentwicklungsvorhaben in Wasserlage weltweit. Auf der Basis einer anspruchsvollen Konzeption erweitert sie die Fläche der Hamburger City um 40 Prozent. Impulswirkung hat die Entwicklung damit sowohl für die bestehende City und die gesamte Hansestadt mit ihren rund 1,8 Mio. Einwohnern als auch für die ca. 5 Mio. Einwohner zählende Metropolregion. Hamburgs Identität als maritime Stadt wird weiter gestärkt, während die HafenCity gleichzeitig ein Modell für die Entwicklung der europäischen City des 21. Jahrhunderts ist. Schon heute gilt sie als Vorzeigeprojekt für große internationale Stadtentwicklungsprojekte, auch wenn sich der Entwicklungszeitraum noch bis 2025/30 erstreckt.

Entwicklung von West nach Ost

Die HafenCity wird von Westen nach Osten und von Norden nach Süden entwickelt. 64 Projekte sind fertiggestellt, weitere 69 Vorhaben in Bau oder Planung; ca. 1,7 Mio. m2 BGF sind durch Verkauf der Grundstücke oder Anhandgaben gesichert. In den westlichen Quartieren ist die urbane Qualität der HafenCity schon deutlich zu spüren. Die HafenCity hat sich als beliebter Wohnstandort und Arbeitsort fest etabliert: Rund 1.800 Wohnungen sind fertiggestellt, mehr als 730 Unternehmen mittlerweile vor Ort. 2017 bauen weitere Unternehmen wie Engel & Völkers an der Vollendung ihrer neuen Zentrale in der westlichen HafenCity oder planen an den Elbbrücken High-Tech Smart-Buildings wie die OVG Real Estate oder, wie das Unternehmen Enerparc, kreieren hier neue nachhaltige und integrierte Arbeitswelten. 

Den Anfang der HafenCity-Entwicklung machte das 2009 fertiggestellte Quartier Am Sandtorkai/Dalmannkai. Auf dem dortigen historischen Kaispeicher A wurde Anfang 2017 Hamburgs neues herausragendes, international viel gelobtes Wahrzeichen, die von Herzog & de Meuron entworfene Elbphilharmonie mit ihren zwei Konzertsälen, einem Fünf-Sterne-Hotel und ca. 45 Wohnungen, eröffnet. Als zweites großes, fast fertiges Quartier folgte Anfang 2011 das bei vielen jungen Familien beliebte Quartier Am Sandtorpark/Grasbrook. Hier befindet sich seit 2009 die erste Grundschule mit Kita sowie seit 2013 der beliebte, von Grundschülern mitgestaltete Grasbrookpark. Am Strandkai entstanden 2009 mit der Unilever-Zentrale und dem Marco-Polo-Tower als erste Hochbauten ein vielfach prämiertes Ensemble aus Bürogebäude und Wohnturm. Gleichzeitig wurden die ersten direkt an der Elbe liegenden Freiräume eröffnet. 

Während auf dem benachbarten östlichen Areal Engel & Völkers bis Anfang 2018 den Bau des neuen Firmensitzes inklusive Wohnbebauung vollendet, geht die letzte große unbebaute Fläche in der westlichen HafenCity, der westliche Strandkai, Mitte 2017 in Bau. Unter anderem gehören zwei Türme und mehrere siebengeschossige Gebäude mit nahezu 500 Wohnungen zum Ensemble. Seit 2011 vollständig fertiggestellt ist das Quartier Brooktorkai/Ericus mit den beiden bislang größten Büronutzern der HafenCity: DNV Germanischer Lloyd und Spiegel-Gruppe.

Im nördlichen Überseequartier leben schon heute über 500 Bewohner, viele Geschäfte und Dienstleister haben entlang des Überseeboulevards eröffnet, und das Areal ist ein erfolgreicher Unternehmenssitz. Im Dezember 2012 nahm die neue U-Bahnlinie U4 mit der Haltestelle Überseequartier den regulären Betrieb auf. Nach der Übernahme der Gesamtentwicklung des südlichen Überseequartiers durch Unibail-Rodamco wurden 2015 das gesamte Nutzungskonzept und die städtebauliche Struktur umfassend überarbeitet und für alle elf Gebäude neue Architekturen entworfen. Seit Anfang 2017 laufen die umfangreichen Arbeiten für die Baugrube, bevor anschließend die Hochbauarbeiten beginnen. Bis 2021 entsteht bei dem vermutlich größten integrierten Immobilienvorhaben Europas ein Areal mit insgesamt ca. 270.000 m2 BGF Einzelhandel, Gastronomie, Hotel, Entertainment, Büro, Wohnen und Kreuzfahrtterminal.

Auf zu neuen Ufern

Im Elbtorquartier, wo 2008 das Internationale Maritime Museum im historischen Kaispeicher B eröffnete und seit 2012 das Ökumenische Forum beheimatet ist, bezogen im April 2014 rund 2.500 Studenten das neue Gebäude der HafenCity Universität (HCU) unmittelbar an der Elbe. Seit August 2013 fährt die U4 bis zur Haltestelle HafenCity Universität. Bis 2018 entsteht neben der HCU das Gebäudeensemble Freeport, Watermark und Shipyard – mit einem 70 m hohen Bürohaus sowie weiteren Wohn- und Bürogebäuden.

Im Quartier Am Lohsepark bezog der Mineralölkonzern Marquard & Bahls an der Shanghaiallee im Spätsommer 2016 seine neue Firmenzentrale. Seit Juli 2016 ist zudem der Lohsepark vollständig fertiggestellt und ein beliebter Treffpunkt für Nachbarn und Hamburger. Gleichzeitig wurde der in den Park integrierte Teil des denk.mals Hannoverscher Bahnhof eröffnet. Dessen denkmalgeschützter Bereich mit dem teilweise erhaltenen Bahnsteig folgt im Mai 2017. 

Während im Oberhafen bis Sommer 2017 die nächsten Kultur- und Kreativnutzer einziehen, entsteht am Baakenhafen eine dichte Mischung aus intensiver Wohn- und Freizeitnutzung mit über 3.000 Wohnungen, grünen Freiräumen und Arbeitsplätzen sowie einem Bildungs- und Freizeitzentrum. Allein 2017 beginnen die Bauarbeiten auf insgesamt fünf Grundstücken rund um den zentralen Lola-Rogge-Platz, zwei weitere Vorhaben auf der Nordseite des Hafenbeckens sind schon im Bau. Bis Ende 2017 sind alle Wohnbaugrundstücke im Quartier vergeben und ein erheblicher Teil im Bau. An den Elbbrücken, dem östlichsten Quartier der HafenCity, werden nach dem erfolgreichen Abschluss der städtebaulichen und freiräumlichen Wettbewerbe die infrastrukturellen Konturen eines verdichteten hochurbanen Wohn- und Geschäftsareals zunehmend sichtbar. Die überwiegend unterirdische 1,3 Kilometer lange Verlängerung der U4 bekommt bereits ihre Gleise, Ende 2018 wird die oberirdische Station Elbbrücken in Betrieb gehen. Da sie ab 2019 durch eine gläserne Fußgängerbrücke mit einer ebenfalls neuen S-Bahnstation verbunden wird, entsteht ein ganz neuer ÖPNV-Knoten. Am Kopfende des Baakenhafens ist bereits Fläche für den Amerigo-Vespucci-Platz aufgeschüttet, der 2019 eröffnet wird. Auch die Grundstücksentwicklung hat bereits begonnen, Bauherren wurden akquiriert, Architekturwettbewerbe laufen, weitere Grundstücke werden 2017 ausgeschrieben und anhandgegeben.