Chronik der HafenCity

Überblick: Die Entstehung eines neuen Stadtteils

02. März 2006

Fünf renommierte Architekten aus Chicago, der Partnerstadt Hamburgs, präsentieren auf Einladung von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und der HafenCity Hamburg GmbH ihre Entwürfe für den Chicago Square am Kopfende des Baakenhafens.

März 2006

Erstmalig publiziert die HafenCity Hamburg GmbH "Vom Werden einer Stadt" in deutscher und englischer Sprache. Das Buch bietet einen Überblick über die HafenCity und erscheint 2008 aktualisiert in zweiter Auflage.

31. März 2006

Der Konsumgüterkonzern Unilever Deutschland und die HafenCityHamburg GmbH geben bekannt, dass Unilever eine neue Zentrale für 1.100 Mitarbeiter auf dem Strandkai an der Elbe bauen lassen will.

20. April 2006

Das temporäre Hamburg Cruise Center wird um eine zweite Halle erweitert; so kann der stark zunehmende Kreuzfahrtbetrieb auch in Zukunft abgefertigt werden.

01. Juni 2006

Die Veranstaltungsreihe "Sommer auf den Magellan-Terrassen" findet erstmals statt; von Juni bis August stehen jeweils sonntags Tango, Kinderspiele, Straßenkunst oder Lesungen auf dem Programm.

07. Juni 2006

Im Rahmen des Hamburger Architektursommers findet erstmals die Veranstaltungsreihe "Kritik im Wandeln" statt; auf sechs Rundgängen durch die HafenCity verfolgen die Teilnehmer direkt über Kopfhörer das Gespräch zweier profilierter Architekturkritiker.

13. Juni 2006

Das Kunstwerk "Towers of Talkers" soll zwischen Deichtorhallen und dem Internationalen Maritimen Museum entstehen. Mit seinem entsprechenden Entwurf hatte der renommierte Künstler Thomas Schütte den internationalen Wettbewerb "Kunst auf der Kulturmeile in der HafenCity" gewonnen.

28. Juni 2006

Mit einem Kolloquium startet der zweistufige beschränkt offene Architektenwettbewerb für den Neubau der HafenCity Universität (HCU) im Elbtorquartier.

07. September 2006

Vier Künstler locken unter dem Motto "10°Kunst" Fußgänger entlang des 10. Längengrads aus der Innenstadt durch die Speicherstadt in die HafenCity.

01. Oktober 2006

Die HafenCity erhält den Status eines Vorranggebiets. Sämtliche Bebauungspläne werden somit von der Arbeitsgruppe HafenCity in der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) erarbeitet. Baugenehmigungen werden ebenfalls in der BSU erteilt, um die behördliche Umsetzung zu beschleunigen. Eine Entscheidung über die Bebauungspläne erfolgt schließlich in der neuen Kommission für Stadtentwicklung. Die Rolle des Bezirks Hamburg-Mitte bei Planungen, welche die HafenCity betreffen,wird durch dieses Verfahren deutlich reduziert.

23. Oktober 2006

Das katalanische Büro BB + GG arquitectes – Beth Galí s.l. gewinnt den Freiraumwettbewerb für das Überseequartier und das Areal um den Magdeburger Hafen. Im Mittelpunkt der Freiraumplanung stehen der zentrale Überseeboulevard im Überseequartier, außerdem die Promenaden westlich und östlich des Magdeburger Hafens sowie ein Wasserplatz am Kopf des Hafenbeckens. Für die Gestaltung der Freiräume sieht das Büro aus Barcelona rötlichen und braunen Beton und Granit als übergreifenden Bodenbelag vor; Rampen, Treppen und Terrassen spielen auf der gesamten Fläche mit Höhenunterschieden.

27. November 2006

Die hochwassersichere Gesamterschließung der HafenCity ist fertiggestellt: Östlich des Elbtorquartiers werden die Shanghaiallee und die Shanghaibrücke eröffnet. Mit der Einweihung sind zwei wesentliche Elemente des Verkehrsnetzes der HafenCity fertiggestellt: als neue Nord-Süd-Achse verbindet die Shanghaiallee den Brooktorkai mit der neuen Überseeallee und der Versmannstraße und führt mit der neuen Shanghaibrücke über den Brooktorhafen. Zugleich ist damit die zentrale hochwassersichere individualverkehrsfähige Anbindung der HafenCity an die Innenstadt fertiggestellt.

30. November 2006

Mit dem Entwurf der am Strandkai geplanten Unilever-Zentrale und eines benachbarten Wohnturms (heute: Marco-Polo-Tower) wird das Büro Behnisch Architekten aus Stuttgart als Sieger des Wettbewerbs beauftragt.

20. Dezember 2006

Für das Überseequartier werden die endgültigen Architektur-Entwürfe vorgestellt. Eine Ausstellung zeigt die Pläne zu zehn Projekten mit insgesamt 16 Gebäuden; der Prämierung waren je fünf Wettbewerbs- und Workshop-Verfahren vorausgegangen. Zusammen mit dem Entwurf von Behnisch für einen Standort am Strandkai gewinnt die neue Wasserseite Hamburgs an der Elbe städtebauliche und architektonische Konturen.

15. Februar 2007

Ein europaweiter Wettbewerb wird für die Energieversorgung der östlichen HafenCity ausgelobt. Von den Bewerbern wird eine nochmals deutlich abgesenkte CO2-Kennziffer (120 g/kWh) gefordert.

Preise & Auszeichnungen

Dezember 2005

Das Gebäude Am Sandtorkai 54 von Jan Störmer Architekten erhält den 1. Preisrang des BDA Hamburger Architekturpreises 2005.

Oktober 2007

Die Shanghaibrücke (Architekt: Dietmar Feichtinger; Ingenieure: WTM Engineers; Bauherr: Sondervermögen Stadt und Hafen / HafenCity Hamburg GmbH), die über dem Brooktorhafen verläuft, wird vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV) als "Bauwerk des Jahres 2006" ausgezeichnet. In der Urkunde heißt es: "Die Shanghaibrücke trägt den Weg über das Wasser in der Eleganz ausgewogener Proportionen und wird so zum ästhetischen Merkpunkt, zur Landmarke. Fußgänger wie Autofahrer erleben die Brücke als eigenständigen Ort, von dem aus sich das Flair einer mit Fleeten und Kanälen durchzogenen Stadt am Wasser in besonderer Weise erschließt."

Oktober 2008

Die Museumsbrücke über dem Brooktorhafen (Architekt: Dietmar Feichtinger; Ingenieure: WTM Engineers; Bauherr: Sondervermögen Stadt und Hafen / HafenCity Hamburg GmbH) erhält die Auszeichnung "Bauwerk des Jahres 2007" vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV). Gleichzeitig erhält das Hamburger Architekturbüro MRLV Markovic Ronai Voss Architekten einen Sonderpreis für den Umbau des Kaispeichers B zum Internationalen Maritimen Museum.

Oktober 2008

Das Jahrbuch "Architektur in Hamburg" zeichnet als "Beste Projekte 1989 - 2008" in der Kategorie Wohnungsbau fünf Gebäude am Sandtorkai aus: "Oceans's End" (Böge Lindner Architekten), "H2O" (Spengler Wiescholek Architekten), "Dock 4" (ASP Schweger Assoziierte Gesamtplanung GmbH), "Harbour Cube" (Prof. Marc-Olivier Mathez) und "Harbour Hall" (APB Architekten Beisert Wilkens Grossmann-Hensel). In der Kategorie "Öffentlicher Raum und Freiraum" wird außerdem die Gestaltung der Sockelbauwerke des Sandtorkais von Behnfeldt Herrmann Franke Landschaftsarchitekten ausgezeichnet.

September 2009

Der elfgeschossige Wohnturm Oval am Kaiserkai wird vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV) als "Bauwerk des Jahres 2008" ausgezeichnet. Das Oval wurde von Ingenhoven Architekten entworfen und von Imetas Property entwickelt.

6. Oktober 2009

Die HafenCity Hamburg GmbH erhält den Immobilienmarken-Preis 2009 in der Kategorie "Bestes Marketing einer Wirtschaftsregion".

November 2009

Das Unilever-Gebäude am Strandkai in der HafenCity wird bei den World Architecture Festival Awards in Barcelona als bestes Bürogebäude der Welt ausgezeichnet. Der Bau von Behnisch Architekten überzeugt nicht nur aufgrund seiner optischen und ökologischen Qualitäten, sondern auch durch seinen öffentlichen Charakter: Mit einem frei zugänglichen Atrium öffnet er sich zum Stadtteil hin. Bereits im Juni hatte das Unilever-Gebäude den BEX Award für eine besonders nachhaltige, innovative und effiziente Architektur erhalten.

Dezember 2009

Der Marco-Polo-Tower (Behnisch Architekten) am Strandkai in der HafenCity wird mit dem European Property Award in der Kategorie "Bestes Hochbauprojekt" ausgezeichnet. Eine internationale Jury, bestehend aus Experten der Bereiche Immobilien, Hochbau und Design sowie der Fachpresse und Sponsoren, verleiht dem Marco-Polo-Tower mit fünf Sternen die höchste Auszeichnung dieser Kategorie.

März 2010

Der Marco Polo Tower gewinnt den MIPIM Award 2010 in der Kategorie Residential Developments. Die Auszeichnung unterstreicht die architektonische Qualität des neuen Stadtteils HafenCity. Das Büro Behnisch Architekten aus Stuttgart hatte den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für sich entschieden, realisiert wurde das Projekt von der Projektgesellschaft Marco Polo Tower, einem Konsortium aus HOCHTIEF Projektentwicklung und DC Residential.

November 2010

Das Unilever-Gebäude am Strandkai erhält den 1. Preisrang des BDA Hamburger Architekturpreises 2010. Entworfen hatte das Gebäude Behnisch Architekten, Bauherr ist die Strandkai 1 Projekt GmbH.

Februar 2013

Die HafenCity wurde als eines von lediglich zehn Projekten weltweit für den renommierten "Veronica Rudge Green Prize in Urban Design" nominiert. Der von der Harvard Graduate School of Design organisierte Award wird alle zwei Jahre an herausragende internationale Stadtentwicklungsprojekte vergeben.

Oktober 2013

Der traditionsreiche Architekten und Ingenieurverein Hamburg (AIV) kürt mit dem Ökumenischen Forum HafenCity, Shanghaiallee 12-14, erstmalig ein Gebäude zum Bauwerk des Jahres, für das sich gleich neunzehn Bauherrn zu einer Baugemeinschaft zusammengeschlossen haben.

November 2013

Die Baakenhafenbrücke im Quartier Baakenhafen wurde als eine von drei Brücken der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" für den Deutschen Brückenbaupreis 2014 nominiert. Die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure in Deutschland würdigen mit der Auszeichnung alle zwei Jahre herausragende Ingenieurleistungen im Brückenbau Deutschlands sowie deren Bedeutung für die Baukultur.

November 2013

Die HafenCity Hamburg GmbH hat einen der bedeutendsten internationalen Awards für den Bereich Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft verliehen bekommen, den "ULI Global Award for Excellence". Er wurde im Rahmen der großen Herbstkonferenz des ULI Urban Land Institutes in Chicago am 8. November 2013 überreicht.

April 2014

Die Baakenhafenbrücke erhält im Rahmen der Tag des Stahl.Architektur-Veranstaltung 2014 eine Auszeichnung bei der Verleihung des Preis des Deutschen Stahlbaues.