Chronik der HafenCity

Überblick: Die Entstehung eines neuen Stadtteils

11. August 2004

Mit dem ersten Rammschlag am Sandtorhafenkopf startet der Bau der Magellan-Terrassen und zugleich der Bau der öffentlichen Freiräume im westlichen HafenCity-Gebiet.

12. September 2004

Auf der 9. Architekturbiennale in Venedig präsentiert die HafenCity Hamburg GmbH das Projekt HafenCity im Rahmen einer Sonderausstellung zum Thema "Wasserstädte" im schwimmenden Pavillon "Cittá d’acqua" im Arsenal.

Dezember 2004

Am Sandtorkai werden die ersten in der HafenCity fertiggestellten Wohnungen bezogen.

Januar 2005

Auf dem östlichen Dalmannkai realisiert die Wohnungsbaugenossenschaft Bergedorf Bille das erste Wohnungsbauprojekt auf der langgezogenen Landzunge zwischen Sandtorhafen und Grasbrookhafen.

28. Januar 2005

Das nach einem Entwurf des US-Architekten Richard Meier am Sandtorpark geplante Hamburg-America-Center wird vorgestellt.

18. Mai 2005

Die ersten Straßen in der HafenCity erhalten ihre neuen Namen. Motivgruppen um Hamburgs alte und neue überseeische Verbindungen werden die Namen von Straßen und Plätzen in der HafenCity prägen. Nach dem Entscheid der Senatskommission für die Benennung von Verkehrsflächen tragen die Plätze zwischen Sandtorkai, Dalmannkai und Strandkai fortan Entdecker-Namen. Im Gebiet des nördlichen Überseequartiers und des östlichen Magdeburger Hafens erhalten Straßen die Namen von asiatischen Partnerstädten. Im südlichen Überseequartier sind US-amerikanische Städte als Namensgeber vorgesehen. Rund um den Lohsepark erhalten die Straßen Namen von berühmten Hamburger Unternehmerinnen und Unternehmern.

11. Juni 2005

Als erster Platz am Wasser werden die Magellan-Terrassen eingeweiht. Am Kopf des historischen Sandtorhafens, dem ältesten Hafenbecken der HafenCity, lädt jetzt der von EMBT Arquitectes associats aus Barcelona gestaltete Platz auf 4.700 qm zum Verweilen ein. Wie ein Amphitheater treppt sich die Anlage in mehreren Ebenen zum Wasser hinab. Auch die umliegenden Plätze, Parks und Promenaden werden in den kommenden Jahren nach Entwürfen von EMBT gestaltet.

22. Juni 2005

Der Wettbewerb "Kunst und Kultur in der HafenCity" ist entschieden: Auf Initiative der HafenCity Hamburg GmbH und der Hamburgischen Kulturstiftung sowie der Körber-Stiftung werden die ersten zwölf temporären Kunst- und Kulturprojekte in der HafenCity realisiert.

06. Juli 2005

Bei Architekturwettbewerben für drei weitere Wohngebäude auf dem Dalmannkai (zusammen rund 31.500 qm BGF) werden Siegerentwürfe gekürt.

14. Juli 2005

Als erstes Restaurant in der HafenCity eröffnet der "Chilli Club" an den Magellan-Terrassen.

31. Oktober 2005

Die Hamburg Port Authority (HPA) zieht mit ihren 600 Mitarbeitern vom alten Standort im Areal des künftigen Überseequartiers in die Speicherstadt. Die Erschließung der westlichen HafenCity kann somit abgeschlossen werden.

31. Oktober 2005

Die Sanierung des ehemaligen Gaswerk-Standorts im künftigen Überseequartier ist abgeschlossen. Insgesamt wurden 220.000 qm beziehungsweise 400.000 Tonnen kontaminierte Böden entsorgt. Die Sanierung hat 20 Mio. Euro gekostet.

05. Dezember 2005

Für die letzten vier Baufelder auf dem Dalmannkai sind die Architekturverfahren abgeschlossen. Insgesamt engagieren sich 27 Bauherren / Investoren und 26 Architekturbüros auf der langgezogenen Landzunge zwischen Sandtorhafen und Grasbrookhafen.

09. Dezember 2005

Ein niederländisch-deutsches Investorenkonsortium erhält den Zuschlag für das Überseequartier. Die Hamburger Bürgerschaft stimmt dem Kaufvertrag an ein Bieterkonsortium, bestehend aus ING Real Estate, Bouwfonds Property Finance und Groß & Partner, zu. Im Überseequartier schlägt künftig das Herz der HafenCity: Auf 7,9 ha Fläche werden direkt am Magdeburger Hafen rund 1.000 Menschen wohnen, circa 6.000 bis 7.000 arbeiten und 40.000 Besucher täglich die Einkaufs- und Freizeitangebote nutzen. Mit dem Science Center entsteht hier auch ein kulturelles Leuchtturmprojekt.

17. Februar 2006

Die Kaffeelagerei NKG Kala Hamburg gibt zentrale Flächen am künftigen Sandtorpark frei und verlässt 15 Jahre früher als geplant das Gebiet der HafenCity; zentrale Flächen im künftigen Quartier Am Sandtorpark können somit 15 Jahre früher als geplant entwickelt werden. Im Hafengebiet hat das Unternehmen eine neue modernere Anlage für die Dämpfung und den Umschlag von Rohkaffee errichtet.

Preise & Auszeichnungen

Dezember 2005

Das Gebäude Am Sandtorkai 54 von Jan Störmer Architekten erhält den 1. Preisrang des BDA Hamburger Architekturpreises 2005.

Oktober 2007

Die Shanghaibrücke (Architekt: Dietmar Feichtinger; Ingenieure: WTM Engineers; Bauherr: Sondervermögen Stadt und Hafen / HafenCity Hamburg GmbH), die über dem Brooktorhafen verläuft, wird vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV) als "Bauwerk des Jahres 2006" ausgezeichnet. In der Urkunde heißt es: "Die Shanghaibrücke trägt den Weg über das Wasser in der Eleganz ausgewogener Proportionen und wird so zum ästhetischen Merkpunkt, zur Landmarke. Fußgänger wie Autofahrer erleben die Brücke als eigenständigen Ort, von dem aus sich das Flair einer mit Fleeten und Kanälen durchzogenen Stadt am Wasser in besonderer Weise erschließt."

Oktober 2008

Die Museumsbrücke über dem Brooktorhafen (Architekt: Dietmar Feichtinger; Ingenieure: WTM Engineers; Bauherr: Sondervermögen Stadt und Hafen / HafenCity Hamburg GmbH) erhält die Auszeichnung "Bauwerk des Jahres 2007" vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV). Gleichzeitig erhält das Hamburger Architekturbüro MRLV Markovic Ronai Voss Architekten einen Sonderpreis für den Umbau des Kaispeichers B zum Internationalen Maritimen Museum.

Oktober 2008

Das Jahrbuch "Architektur in Hamburg" zeichnet als "Beste Projekte 1989 - 2008" in der Kategorie Wohnungsbau fünf Gebäude am Sandtorkai aus: "Oceans's End" (Böge Lindner Architekten), "H2O" (Spengler Wiescholek Architekten), "Dock 4" (ASP Schweger Assoziierte Gesamtplanung GmbH), "Harbour Cube" (Prof. Marc-Olivier Mathez) und "Harbour Hall" (APB Architekten Beisert Wilkens Grossmann-Hensel). In der Kategorie "Öffentlicher Raum und Freiraum" wird außerdem die Gestaltung der Sockelbauwerke des Sandtorkais von Behnfeldt Herrmann Franke Landschaftsarchitekten ausgezeichnet.

September 2009

Der elfgeschossige Wohnturm Oval am Kaiserkai wird vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV) als "Bauwerk des Jahres 2008" ausgezeichnet. Das Oval wurde von Ingenhoven Architekten entworfen und von Imetas Property entwickelt.

6. Oktober 2009

Die HafenCity Hamburg GmbH erhält den Immobilienmarken-Preis 2009 in der Kategorie "Bestes Marketing einer Wirtschaftsregion".

November 2009

Das Unilever-Gebäude am Strandkai in der HafenCity wird bei den World Architecture Festival Awards in Barcelona als bestes Bürogebäude der Welt ausgezeichnet. Der Bau von Behnisch Architekten überzeugt nicht nur aufgrund seiner optischen und ökologischen Qualitäten, sondern auch durch seinen öffentlichen Charakter: Mit einem frei zugänglichen Atrium öffnet er sich zum Stadtteil hin. Bereits im Juni hatte das Unilever-Gebäude den BEX Award für eine besonders nachhaltige, innovative und effiziente Architektur erhalten.

Dezember 2009

Der Marco-Polo-Tower (Behnisch Architekten) am Strandkai in der HafenCity wird mit dem European Property Award in der Kategorie "Bestes Hochbauprojekt" ausgezeichnet. Eine internationale Jury, bestehend aus Experten der Bereiche Immobilien, Hochbau und Design sowie der Fachpresse und Sponsoren, verleiht dem Marco-Polo-Tower mit fünf Sternen die höchste Auszeichnung dieser Kategorie.

März 2010

Der Marco Polo Tower gewinnt den MIPIM Award 2010 in der Kategorie Residential Developments. Die Auszeichnung unterstreicht die architektonische Qualität des neuen Stadtteils HafenCity. Das Büro Behnisch Architekten aus Stuttgart hatte den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für sich entschieden, realisiert wurde das Projekt von der Projektgesellschaft Marco Polo Tower, einem Konsortium aus HOCHTIEF Projektentwicklung und DC Residential.

November 2010

Das Unilever-Gebäude am Strandkai erhält den 1. Preisrang des BDA Hamburger Architekturpreises 2010. Entworfen hatte das Gebäude Behnisch Architekten, Bauherr ist die Strandkai 1 Projekt GmbH.

Februar 2013

Die HafenCity wurde als eines von lediglich zehn Projekten weltweit für den renommierten "Veronica Rudge Green Prize in Urban Design" nominiert. Der von der Harvard Graduate School of Design organisierte Award wird alle zwei Jahre an herausragende internationale Stadtentwicklungsprojekte vergeben.

Oktober 2013

Der traditionsreiche Architekten und Ingenieurverein Hamburg (AIV) kürt mit dem Ökumenischen Forum HafenCity, Shanghaiallee 12-14, erstmalig ein Gebäude zum Bauwerk des Jahres, für das sich gleich neunzehn Bauherrn zu einer Baugemeinschaft zusammengeschlossen haben.

November 2013

Die Baakenhafenbrücke im Quartier Baakenhafen wurde als eine von drei Brücken der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" für den Deutschen Brückenbaupreis 2014 nominiert. Die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure in Deutschland würdigen mit der Auszeichnung alle zwei Jahre herausragende Ingenieurleistungen im Brückenbau Deutschlands sowie deren Bedeutung für die Baukultur.

November 2013

Die HafenCity Hamburg GmbH hat einen der bedeutendsten internationalen Awards für den Bereich Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft verliehen bekommen, den "ULI Global Award for Excellence". Er wurde im Rahmen der großen Herbstkonferenz des ULI Urban Land Institutes in Chicago am 8. November 2013 überreicht.

April 2014

Die Baakenhafenbrücke erhält im Rahmen der Tag des Stahl.Architektur-Veranstaltung 2014 eine Auszeichnung bei der Verleihung des Preis des Deutschen Stahlbaues.