Chronik der HafenCity

Überblick: Die Entstehung eines neuen Stadtteils

30. Juni 2003

Der internationale Wettbewerb für die städtebauliche Struktur des Überseequartiers wird entschieden.

11. November 2003

Der Auftrag für die an einem CO2-Grenzwert orientierte Energieversorgung der westlichen HafenCity wird vergeben. Durch einen innovativen Mix aus Fernwärme und dezentraler Nahwärme werden die Kohlenstoffdioxid-Emissionen im Westen der HafenCity erheblich reduziert; gegenüber einer gebäudebezogenen gasbetriebenen Wärmeversorgung wird der Schadstoffausstoß um 27 Prozent reduziert. Ein europaweites öffentliches Wettbewerbsverfahren war vorausgegangen, wobei der maximal zulässige CO2-Grenzwert auf 175 g/kWh fixiert worden war.

02. Dezember 2003

Der Logistikkonzern Kühne + Nagel und die GHS Gesellschaft für Hafen- und Standortentwicklung mbH (heute HafenCity Hamburg GmbH) geben bekannt, dass Kühne + Nagel eine neue Deutschlandzentrale für über 700 Mitarbeiter (rund 12.000 qm BGF) im zukünftigen Quartier Am Sandtorpark / Grasbrook bauen lassen will. Hier wird Kühne + Nagel erster Nachbar des HafenCity-Pioniers SAP.

20. Januar 2004

Das internationale Investorenauswahlverfahren für das Überseequartier startet. Die Bieter erhalten bis zum 30. Juni 2004 Zeit, ein umfassendes Nutzungs-, Finanzierungs- und Wirtschaftlichkeitskonzept für die cica acht ha große Fläche des Überseequartiers auf Basis der sehr detaillierten Ausschreibungsunterlagen zu erarbeiten.

02. Februar 2004

Die GHS Gesellschaft für Hafen- und Standortentwicklung mbH wird in HafenCity Hamburg GmbH umbenannt.

März 2004

Die erste Projekte-Broschüre der HafenCity Hamburg GmbH erscheint. Sie informiert umfassend zu Themen der HafenCity und dokumentiert den Projektfortschritt. Die Broschüre wird seither halbjährlich, jeweils im März und Oktober, aktualisiert und erscheint in Deutsch und Englisch, zum Teil auch in Französisch und Chinesisch.

07. April 2004

Die erste Fernsehsendung "Betrifft Hamburg HafenCity" wird auf dem Lokalsender Hamburg 1 ausgestrahlt. Seitdem wird in der Sendung monatlich über unterschiedliche Themen der HafenCity-Entwicklung berichtet.

13. April 2004

Das temporäre Hamburg Cruise Center wird am Strandkai eröffnet. In dem neuen Empfangsgebäude können rund 2.500 Passagiere gleichzeitig abgefertigt werden und damit die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt; schon im ersten Jahr 2004 legen gut 40 Schiffe an. Der Entwurf für das temporäre Terminal stammt von Renner - Hainke – Wirth. Später soll auf dem Strandkai ein dauerhaftes Kreuzfahrtterminal entstehen.

05. Juni 2004

Der dritte, inzwischen "HSH Nordbank Run" genannte Vier-Kilometer-Lauf durch die HafenCity findet zugunsten der Aktion "Kinder helfen Kindern" statt.

08. Juni 2004

Der Senat beschließ den ersten Bebauungsplan für die HafenCity. Er zeichnet sich durch neue Regelungen für eine Kompatibilität von Hafennutzungen südlich der Elbe und den Innenstadtnutzungen der HafenCity aus.

17. Juni 2004

Der Aufsichtsrat der HafenCity Hamburg GmbH wählt Senator Dr. Michael Freytag, Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (heute Präses der Finanzbehörde), zu seinem neuen Vorsitzenden.

24. Juni 2004

Die Peter-Tamm-Stiftung und die Stadt Hamburg vereinbaren die Einrichtung eines internationalen Schifffahrts- und Meeresmuseums im Kaispeicher B. Die Stadt unterstützt die Einrichtung des später "Internationales Maritimes Museum Hamburg (IMMH)" genannten Museums mit einer Zuwendung von insgesamt 30 Millionen Euro überwiegend für den Umbau des Kaispeichers B, der der Stiftung im Erbbaurecht für 99 Jahre überlassen wird.

09. Juli 2004

Direkt am Elbufer wird der Viewpoint eröffnet. Die 13,20 m hohe Aussichtsplattform ermöglicht weite Ausblicke auf die HafenCity. Informationsmedien bieten in Ergänzung zum InfoCenter im Kesselhaus eine erste Orientierung über den städtebaulichen Entwicklungsprozess. Der vom Büro Renner - Hainke - Wirth wie eine Skulptur gestaltete View Point bildet den visuellen Abschluss der bedeutsamen Achse Großer Grasbrook, die von der Hamburger Innenstadt über die Kibbelsteg-Brücken bis an die Elbe führt.

19. Juli 2004

Das Kreuzfahrtschiff "Queen Mary 2" legt erstmals am Hamburg Cruise Center in der HafenCity an; rund 400.000 Menschen verfolgen den Einlauf der sogenannten "Königin der Meere". Erstmalig wird der Besuch eines Kreuzfahrtschiffs als Event inszeniert, u.a. um die maritime Identifikation der HafenCity zu stärken und das Kennenlernen der HafenCity voranzutreiben.

Preise & Auszeichnungen

Dezember 2005

Das Gebäude Am Sandtorkai 54 von Jan Störmer Architekten erhält den 1. Preisrang des BDA Hamburger Architekturpreises 2005.

Oktober 2007

Die Shanghaibrücke (Architekt: Dietmar Feichtinger; Ingenieure: WTM Engineers; Bauherr: Sondervermögen Stadt und Hafen / HafenCity Hamburg GmbH), die über dem Brooktorhafen verläuft, wird vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV) als "Bauwerk des Jahres 2006" ausgezeichnet. In der Urkunde heißt es: "Die Shanghaibrücke trägt den Weg über das Wasser in der Eleganz ausgewogener Proportionen und wird so zum ästhetischen Merkpunkt, zur Landmarke. Fußgänger wie Autofahrer erleben die Brücke als eigenständigen Ort, von dem aus sich das Flair einer mit Fleeten und Kanälen durchzogenen Stadt am Wasser in besonderer Weise erschließt."

Oktober 2008

Die Museumsbrücke über dem Brooktorhafen (Architekt: Dietmar Feichtinger; Ingenieure: WTM Engineers; Bauherr: Sondervermögen Stadt und Hafen / HafenCity Hamburg GmbH) erhält die Auszeichnung "Bauwerk des Jahres 2007" vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV). Gleichzeitig erhält das Hamburger Architekturbüro MRLV Markovic Ronai Voss Architekten einen Sonderpreis für den Umbau des Kaispeichers B zum Internationalen Maritimen Museum.

Oktober 2008

Das Jahrbuch "Architektur in Hamburg" zeichnet als "Beste Projekte 1989 - 2008" in der Kategorie Wohnungsbau fünf Gebäude am Sandtorkai aus: "Oceans's End" (Böge Lindner Architekten), "H2O" (Spengler Wiescholek Architekten), "Dock 4" (ASP Schweger Assoziierte Gesamtplanung GmbH), "Harbour Cube" (Prof. Marc-Olivier Mathez) und "Harbour Hall" (APB Architekten Beisert Wilkens Grossmann-Hensel). In der Kategorie "Öffentlicher Raum und Freiraum" wird außerdem die Gestaltung der Sockelbauwerke des Sandtorkais von Behnfeldt Herrmann Franke Landschaftsarchitekten ausgezeichnet.

September 2009

Der elfgeschossige Wohnturm Oval am Kaiserkai wird vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV) als "Bauwerk des Jahres 2008" ausgezeichnet. Das Oval wurde von Ingenhoven Architekten entworfen und von Imetas Property entwickelt.

6. Oktober 2009

Die HafenCity Hamburg GmbH erhält den Immobilienmarken-Preis 2009 in der Kategorie "Bestes Marketing einer Wirtschaftsregion".

November 2009

Das Unilever-Gebäude am Strandkai in der HafenCity wird bei den World Architecture Festival Awards in Barcelona als bestes Bürogebäude der Welt ausgezeichnet. Der Bau von Behnisch Architekten überzeugt nicht nur aufgrund seiner optischen und ökologischen Qualitäten, sondern auch durch seinen öffentlichen Charakter: Mit einem frei zugänglichen Atrium öffnet er sich zum Stadtteil hin. Bereits im Juni hatte das Unilever-Gebäude den BEX Award für eine besonders nachhaltige, innovative und effiziente Architektur erhalten.

Dezember 2009

Der Marco-Polo-Tower (Behnisch Architekten) am Strandkai in der HafenCity wird mit dem European Property Award in der Kategorie "Bestes Hochbauprojekt" ausgezeichnet. Eine internationale Jury, bestehend aus Experten der Bereiche Immobilien, Hochbau und Design sowie der Fachpresse und Sponsoren, verleiht dem Marco-Polo-Tower mit fünf Sternen die höchste Auszeichnung dieser Kategorie.

März 2010

Der Marco Polo Tower gewinnt den MIPIM Award 2010 in der Kategorie Residential Developments. Die Auszeichnung unterstreicht die architektonische Qualität des neuen Stadtteils HafenCity. Das Büro Behnisch Architekten aus Stuttgart hatte den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für sich entschieden, realisiert wurde das Projekt von der Projektgesellschaft Marco Polo Tower, einem Konsortium aus HOCHTIEF Projektentwicklung und DC Residential.

November 2010

Das Unilever-Gebäude am Strandkai erhält den 1. Preisrang des BDA Hamburger Architekturpreises 2010. Entworfen hatte das Gebäude Behnisch Architekten, Bauherr ist die Strandkai 1 Projekt GmbH.

Februar 2013

Die HafenCity wurde als eines von lediglich zehn Projekten weltweit für den renommierten "Veronica Rudge Green Prize in Urban Design" nominiert. Der von der Harvard Graduate School of Design organisierte Award wird alle zwei Jahre an herausragende internationale Stadtentwicklungsprojekte vergeben.

Oktober 2013

Der traditionsreiche Architekten und Ingenieurverein Hamburg (AIV) kürt mit dem Ökumenischen Forum HafenCity, Shanghaiallee 12-14, erstmalig ein Gebäude zum Bauwerk des Jahres, für das sich gleich neunzehn Bauherrn zu einer Baugemeinschaft zusammengeschlossen haben.

November 2013

Die Baakenhafenbrücke im Quartier Baakenhafen wurde als eine von drei Brücken der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" für den Deutschen Brückenbaupreis 2014 nominiert. Die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure in Deutschland würdigen mit der Auszeichnung alle zwei Jahre herausragende Ingenieurleistungen im Brückenbau Deutschlands sowie deren Bedeutung für die Baukultur.

November 2013

Die HafenCity Hamburg GmbH hat einen der bedeutendsten internationalen Awards für den Bereich Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft verliehen bekommen, den "ULI Global Award for Excellence". Er wurde im Rahmen der großen Herbstkonferenz des ULI Urban Land Institutes in Chicago am 8. November 2013 überreicht.

April 2014

Die Baakenhafenbrücke erhält im Rahmen der Tag des Stahl.Architektur-Veranstaltung 2014 eine Auszeichnung bei der Verleihung des Preis des Deutschen Stahlbaues.