Chronik der HafenCity

Überblick: Die Entstehung eines neuen Stadtteils

08. August 2001

Mit der Auswahl von acht Investoren kann die Planung für die Hochbauten am Sandtorkai beginnen. Südlich der historischen Speicherstadt soll ein städtebauliches Ensemble mit fünf Wohnhäusern und drei Bürogebäuden entstehen. Die nach einer öffentlichen Ausschreibung erfolgte kleinteilige Vergabe ermöglicht eine Mischung von Wohnungen, Büros und Restaurants durch variierende Gebäudekonzepte und architektonische Handschriften auf einem gemeinsamen Warftsockel.

01. Februar 2002

Die Architekturwettbewerbe für die Gebäude am Sandtorkai sind entschieden. Jede der acht Bauten zeichnet sich durch eine eigene architektonische Handschrift aus, nimmt aber ebenfalls Bezug auf die Speicherstadt.

30. Januar 2002

Der Aufsichtsrat der GHS Gesellschaft für Hafen- und Standortentwicklung mbH (heute HafenCity Hamburg GmbH) wählt Senator Gunnar Uldall, Präses der Behörde für Wirtschaft und Arbeit, zum neuen Vorsitzenden.

24. April 2002

Als neue hochwassersichere Wegeverbindung zwischen HafenCity und Innenstadt werden die Kibbelsteg-Brücken eingeweiht. Insgesamt 220 m misst die aus drei Brücken bestehende Brückenanlage; sie ist nach historischem Vorbild als Bogenbrücke entworfen.

28. Juni 2002

Das erste "HafenCity Fest" lockt mit vielfältigem Musik- und Ausstellungsprogramm rund 25.000 Besucher an; erstmals wird auch der seitdem jährlich wiederholte "HafenCity Run" (heute HSH Nordbank Run in der HafenCity) ausgerichtet.

01. Oktober 2002

Auf dem Dalmannkai stehen die ersten drei Investoren für Wohnungsbau fest; darunter sind zwei Projekte von Wohnungsbaugenossenschaften.

14. Dezember 2002

Das katalanische Büro EMBT Arquitectes associats gewinnt den Freiraumwettbewerb für die Gestaltung der westlichen HafenCity. Nach einem internationalen Architektenwettbewerb wird das Büro aus Barcelona zum Sieger gekürt. Sein Entwurf überzeugt mit einer funktional gelungenen und zugleich differenzierten Gestaltung leicht mediterran anmutender Plätze, Parks und Promenaden in der westlichen HafenCity.

16. Dezember 2002

Die Metrobus-Linie 6 bedient als erster Nahverkehrsdienst die HafenCity und hält mit Beginn des Winterfahrplans auch an der neuen Haltestelle Dalmannkai/SAP. Anlass ist die Eröffnung des ersten Gebäudes in der HafenCity, der neuen SAP-Geschäftsstelle am Grasbrookhafen.

17. Dezember 2002

Die Sanierung der ältesten erhaltenen Kaimauer des Hamburger Hafens am Sandtorkai ist abgeschlossen.

01. Januar 2003

Nach 115 Jahren fallen die Zollgrenzen für weite Teile der HafenCity. Mit der Aufhebung des 1888 geschaffenen Freihafenbezirks ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung der HafenCity als neuem Stadtteil erfüllt. Die künftigen Quartiere Baakenhafen und Elbbrückenzentrum verbleiben noch im Freihafengebiet.

01. Februar 2003

Jürgen Bruns-Berentelg übernimmt das Amt des Geschäftsführers bei der GHS Gesellschaft für Hafen- und Standortentwicklung mbH (heute HafenCity Hamburg GmbH). Sein Vorgänger Bernd Tiedemann geht Ende März in den Ruhestand. Anfang 2004 wird Giselher Schultz-Berndt ebenfalls zum Geschäftsführer ernannt; J. Bruns-Berentelg wird zeitgleich Vorsitzender der Geschäftsführung.

19. Mai 2003

Im Teilquartier Am Sandtorkai erfolgt der erste Spatenstich. Südlich der historischen Speicherstadt wird ab Ende Mai 2003 ein städtebauliches Ensemble mit fünf Wohnhäusern und drei Bürogebäuden gebaut. Jedes der acht Gebäude hat eine unverwechselbare architektonische Handschrift.

11. Juni 2003

Der Aufsichtsrat der GHS Gesellschaft für Hafen- und Standortentwicklung mbH (heute HafenCity Hamburg GmbH) wählt Ole von Beust, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, zum neuen Vorsitzenden.

30. Juni 2003

Die Ausstellung "Atelier HafenCity" präsentiert im Rahmen des "Hamburger Architektur Sommers" die architektonische Vielfalt und Qualität der HafenCity in einer Gesamtschau im Kaispeicher A: von den ersten Masterplanskizzen bis zur Realisierung.

Preise & Auszeichnungen

Dezember 2005

Das Gebäude Am Sandtorkai 54 von Jan Störmer Architekten erhält den 1. Preisrang des BDA Hamburger Architekturpreises 2005.

Oktober 2007

Die Shanghaibrücke (Architekt: Dietmar Feichtinger; Ingenieure: WTM Engineers; Bauherr: Sondervermögen Stadt und Hafen / HafenCity Hamburg GmbH), die über dem Brooktorhafen verläuft, wird vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV) als "Bauwerk des Jahres 2006" ausgezeichnet. In der Urkunde heißt es: "Die Shanghaibrücke trägt den Weg über das Wasser in der Eleganz ausgewogener Proportionen und wird so zum ästhetischen Merkpunkt, zur Landmarke. Fußgänger wie Autofahrer erleben die Brücke als eigenständigen Ort, von dem aus sich das Flair einer mit Fleeten und Kanälen durchzogenen Stadt am Wasser in besonderer Weise erschließt."

Oktober 2008

Die Museumsbrücke über dem Brooktorhafen (Architekt: Dietmar Feichtinger; Ingenieure: WTM Engineers; Bauherr: Sondervermögen Stadt und Hafen / HafenCity Hamburg GmbH) erhält die Auszeichnung "Bauwerk des Jahres 2007" vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV). Gleichzeitig erhält das Hamburger Architekturbüro MRLV Markovic Ronai Voss Architekten einen Sonderpreis für den Umbau des Kaispeichers B zum Internationalen Maritimen Museum.

Oktober 2008

Das Jahrbuch "Architektur in Hamburg" zeichnet als "Beste Projekte 1989 - 2008" in der Kategorie Wohnungsbau fünf Gebäude am Sandtorkai aus: "Oceans's End" (Böge Lindner Architekten), "H2O" (Spengler Wiescholek Architekten), "Dock 4" (ASP Schweger Assoziierte Gesamtplanung GmbH), "Harbour Cube" (Prof. Marc-Olivier Mathez) und "Harbour Hall" (APB Architekten Beisert Wilkens Grossmann-Hensel). In der Kategorie "Öffentlicher Raum und Freiraum" wird außerdem die Gestaltung der Sockelbauwerke des Sandtorkais von Behnfeldt Herrmann Franke Landschaftsarchitekten ausgezeichnet.

September 2009

Der elfgeschossige Wohnturm Oval am Kaiserkai wird vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV) als "Bauwerk des Jahres 2008" ausgezeichnet. Das Oval wurde von Ingenhoven Architekten entworfen und von Imetas Property entwickelt.

6. Oktober 2009

Die HafenCity Hamburg GmbH erhält den Immobilienmarken-Preis 2009 in der Kategorie "Bestes Marketing einer Wirtschaftsregion".

November 2009

Das Unilever-Gebäude am Strandkai in der HafenCity wird bei den World Architecture Festival Awards in Barcelona als bestes Bürogebäude der Welt ausgezeichnet. Der Bau von Behnisch Architekten überzeugt nicht nur aufgrund seiner optischen und ökologischen Qualitäten, sondern auch durch seinen öffentlichen Charakter: Mit einem frei zugänglichen Atrium öffnet er sich zum Stadtteil hin. Bereits im Juni hatte das Unilever-Gebäude den BEX Award für eine besonders nachhaltige, innovative und effiziente Architektur erhalten.

Dezember 2009

Der Marco-Polo-Tower (Behnisch Architekten) am Strandkai in der HafenCity wird mit dem European Property Award in der Kategorie "Bestes Hochbauprojekt" ausgezeichnet. Eine internationale Jury, bestehend aus Experten der Bereiche Immobilien, Hochbau und Design sowie der Fachpresse und Sponsoren, verleiht dem Marco-Polo-Tower mit fünf Sternen die höchste Auszeichnung dieser Kategorie.

März 2010

Der Marco Polo Tower gewinnt den MIPIM Award 2010 in der Kategorie Residential Developments. Die Auszeichnung unterstreicht die architektonische Qualität des neuen Stadtteils HafenCity. Das Büro Behnisch Architekten aus Stuttgart hatte den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für sich entschieden, realisiert wurde das Projekt von der Projektgesellschaft Marco Polo Tower, einem Konsortium aus HOCHTIEF Projektentwicklung und DC Residential.

November 2010

Das Unilever-Gebäude am Strandkai erhält den 1. Preisrang des BDA Hamburger Architekturpreises 2010. Entworfen hatte das Gebäude Behnisch Architekten, Bauherr ist die Strandkai 1 Projekt GmbH.

Februar 2013

Die HafenCity wurde als eines von lediglich zehn Projekten weltweit für den renommierten "Veronica Rudge Green Prize in Urban Design" nominiert. Der von der Harvard Graduate School of Design organisierte Award wird alle zwei Jahre an herausragende internationale Stadtentwicklungsprojekte vergeben.

Oktober 2013

Der traditionsreiche Architekten und Ingenieurverein Hamburg (AIV) kürt mit dem Ökumenischen Forum HafenCity, Shanghaiallee 12-14, erstmalig ein Gebäude zum Bauwerk des Jahres, für das sich gleich neunzehn Bauherrn zu einer Baugemeinschaft zusammengeschlossen haben.

November 2013

Die Baakenhafenbrücke im Quartier Baakenhafen wurde als eine von drei Brücken der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" für den Deutschen Brückenbaupreis 2014 nominiert. Die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure in Deutschland würdigen mit der Auszeichnung alle zwei Jahre herausragende Ingenieurleistungen im Brückenbau Deutschlands sowie deren Bedeutung für die Baukultur.

November 2013

Die HafenCity Hamburg GmbH hat einen der bedeutendsten internationalen Awards für den Bereich Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft verliehen bekommen, den "ULI Global Award for Excellence". Er wurde im Rahmen der großen Herbstkonferenz des ULI Urban Land Institutes in Chicago am 8. November 2013 überreicht.

April 2014

Die Baakenhafenbrücke erhält im Rahmen der Tag des Stahl.Architektur-Veranstaltung 2014 eine Auszeichnung bei der Verleihung des Preis des Deutschen Stahlbaues.