Strandkai
Zahl überfahren für Informationen | Klick auf Zahl zum Projekt | Übersicht für Gesamtplan
Quartiere
In bester Lage: Wohn- und Arbeitsorte am Wasser
Von Wasser und Park umgeben, bietet der Strandkai spektakuläre Aussichten sowie beste Lagen für Wohnen und moderne Dienstleistungen. Mit der Unilever-Zentrale und dem Marco-Polo-Tower wurden die ersten Bauwerke bereits fertiggestellt – und schon mit Preisen ausgezeichnet
Der Strandkai prägt künftig die südliche, schon von den Elbbrücken einsehbare Stadtansicht: Grundstruktur seiner Blockrandbebauung sind sechs- bis siebengeschossige Gebäudeensembles; darin integriert oder auch frei stehend werden bis zu 15 Stockwerke bzw. 55 Meter hohe Turmaufsätze und Einzeltürme gebaut. Ihrerseits gewähren diese sieben Hochpunkte dann weite Ausblicke: stromabwärts über die Elbe, im Süden über den Hafen, im Norden und Westen über den Grasbrookhafen, die HafenCity und die innere Stadt.
Den städtebaulichen Wettbewerb hatte das Hamburger Büro Böge Lindner Architekten für sich entschieden. Insgesamt entstehen rund 200.000 qm Bruttogeschossfläche (BGF) auf zehn Baufeldern. Im östlichen Bereich des Quartiers, direkt gegenüber des Kreuzfahrtterminals, überwiegen Büroflächen für moderne Dienstleistungen. Auf den Bau von Wohnungen wird direkt an der Wasserkante wegen des nahen Kreuzfahrtterminals verzichtet. Wohnungen entstehen dagegen in den Gebäudeensembles am Grasbrookpark. Und die besonders exponierten Lagen der westlichen Kaizunge werden sogar exklusiv für Wohnnutzung reserviert. Eine Ausnahme bilden nur die Erdgeschossflächen: Wie fast überall in der HafenCity sind hier publikumswirksame Nutzungen vorgesehen.
Anders als ursprünglich geplant hat die Entwicklung des Strandkais schon begonnen. Direkt an den Marco-Polo-Terrassen entstand das erste Gebäudeensemble, das aus einem Bürogebäude und einem Wohnturm besteht. In das Bürogebäude zog im Sommer 2009 der Konsumgüterkonzern Unilever mit seiner Zentrale für die deutschsprachigen Länder. Auf 25.000 qm BGF bietet der neue Unternehmenssitz jetzt Arbeitsplätze für fast 1.200 Mitarbeiter sowie Konferenzräume und ein Mitarbeiterrestaurant. Im Juli 2009 hatte das Unilever-Gebäude den BEX Award für eine besonders nachhaltige, innovative und effiziente Architektur erhalten. Im November 2009 folgte bei den World Architecture Awards in Barcelona die Auszeichnung als bestes Bürogebäude der Welt. Auch der Marco-Polo-Tower ist bereits mit dem European Property Award in der Kategorie „Bestes Hochbauprojekt“ ausgezeichnet worden; von den 58 Wohneinheiten wurden bereits die ersten an ihre neuen Eigentümer übergeben.
Beide Gebäude realisierte die Hochtief Projektentwicklung GmbH. Das Büro Behnisch Architekten aus Stuttgart hatte den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für sich entschieden. Sein Entwurf zeichnet sich durch eine organische und zugleich skulpturale Formgebung aus: So wirkt das Gesamtensemble auch als Landmarke; der 55 Meter hohe Wohnturm mit seinen ineinander verschränkten Stockwerken ist weithin sichtbar.
Mit der Unilever-Zentrale für die deutschsprachigen Länder (rechts) und dem Wohnturm Marco-Polo-Tower (Bildmitte) ist das erste Gebäudeensemble des Strandkais entstanden. Exponiert liegt es zwischen der Elbe, den Marco-Polo-Terrassen und dem künftigen Grasbrookpark (© ELBE&FLUT) Bilderserie starten
Im Zentrum des Bürogebäudes befindet sich ein lichtdurchflutetes Atrium. Wie ein Baum gabelt es sich in Äste und Zweige und zieht sich durch alle sieben Stockwerke des Bauwerks. Durch das Erdgeschoss führt eine öffentlich zugängliche Passage, die die Marco-Polo-Terrassen mit der neu gestalteten Kaipromenade am Elbufer verbindet. In dieser Passage befinden sich u. a. ein Eiscafé, ein Shop sowie ein Wellness-Spa. Den Zugang zur Elbe inszeniert eine baumbestandene Freitreppe; sie führt direkt auf die bereits in Teilen fertiggestellte Uferpromenade mit Blick auf das Kreuzfahrtterminal und den auf der anderen Elbseite befindlichen Hafen.
Das Unilever-Gebäude beeindruckt auch durch seine ökologische Nachhaltigkeit; es ist für das Umweltzeichen HafenCity in Gold vorzertifiziert. Auf der Kaispitze entwickelt sich das Quartier dann ab 2012/2013 in seinem Westen weiter; die beiden dort geplanten Gebäudeensembles werden 2010 ausgeschrieben. Geplant sind hier zwei Wohngebäude mit 25.400 qm BGF und 31.000 qm BGF sowie jeweils mit öffentlicher Nutzung im Erdgeschoss – die Fertigstellung erfolgt 2013/2014. Der östliche Teil des Strandkais wird zurzeit noch als Baustelle für die neue U-Bahn-Linie U4 und als Standort für das temporäre Kreuzfahrtterminal genutzt und kann ab 2014/2015 bebaut werden.











