Neue Stadttopografie
Vielseitige Freiräume im und am Überseequartier
Kontrastreiche Freiräume kennzeichnen das zentrale Überseequartier. Im Fokus der Freiraumplanung für das pulsierende Herz der HafenCity steht der Überseeboulevard, doch zugleich finden sich auch geschütztere und privatere Orte
Wie ein mäandrierender Fluss verläuft der Überseeboulevard durch das Quartier, dessen Nutzung Fußgängern vorbehalten ist (© Michael Behrendt; Quelle: Überseequartier Beteiligungs GmbH) Bilderserie starten
In kontrastreichen Freiräumen findet der dichte Nutzungsmix des Überseequartiers seine Entsprechung: Mal öffnen sich diese zu großzügigen Boulevards, Plätzen oder Terrassen, mal bieten sie geschütztere Räume; mal laden sie zum Flanieren, dann wieder zum Verweilen ein. Für die Freiraumgestaltung des Überseequartiers, der beiden Ufer des Magdeburger Hafens und des St. Annen Platzes wurde im Jahr 2006 ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben. Die Siegerin dieses Freiraumwettbewerbs – die Architektin Beth Galí mit ihrem Büro BB + GG Arquitectes aus Barcelona – sieht für sämtliche Stadträume übergreifende Bodenbeläge aus braunem, grauem und rötlichem Granit vor. Längsstreifen betonen den Überseeboulevard; die Bereiche um den St. Annen Platz und den Magdeburger Hafen heben sich durch Querstreifen davon ab. Mit dem Vorplatz des Internationalen Maritimen Museums Hamburg wurde der erste Stadtraum des Gebiets bereits eröffnet.
Ein wichtiger Kern der Freiraumplanung ist der Überseeboulevard, ein weiterer der Magdeburger Hafen. Wie ein mäandrierender Fluss läuft der Boulevard von Norden nach Süden durch das gesamte Quartier und lässt durch geschwungene Laufwege und Fassaden abwechslungsreiche Stadträume entstehen. Auch in seiner Breite variiert der Boulevard und öffnet sich an manchen Stellen zu Plätzen. Auf der gesamten Fläche, also auch an den Uferpromenaden des Magdeburger Hafens und am St. Annen Platz, spielt Beth Galí mit Höhenunterschieden: Rampen, Treppen oder Terrassen verbinden verschiedene Ebenen und schaffen geschütztere Stadträume im ansonsten quirligen Überseequartier.
Eine hohen Stellenwert räumt die Architektin der Beleuchtung ihrer Stadträume ein. Sitzbänke werden beispielsweise teils von unten angestrahlt; dabei entstehen "Lichtflecken", die geschickt die Linienführung des Überseeboulevards nachzeichnen. Am St. Annen Platz lassen sich Lampen von Passanten sogar eigenhändig ein- und ausschalten. Mitten im pulsierenden Herz der HafenCity wird so der Eindruck von Privatheit vermittelt.
Das Elbtorquartier an der Ostseite des Magdeburger Hafens befindet sich zurzeit in der Planungsphase, während an der Westseite des Magdeburger Hafens mit der Realisierung begonnen wird.











