Nachhaltigkeit

Ein Zeichen für die die Nachhaltigkeit: Das Umweltzeichen HafenCity

Die Entwicklung nachhaltiger Gebäude ist ein integraler Bestandteil umweltverträglicher Stadtentwicklung, den im Wesentlichen private Akteure leisten. Das Engagement der Bauherren in der HafenCity für einen nachhaltigen Umgang mit Energie, öffentlichen Gütern, Baustoffen und für ein gesundes und behagliches Schlaf-, Arbeits- und Freizeitangebot wird daher schon seit 2007 mit dem Umweltzeichen HafenCity ausgezeichnet

Das Foto zeigt die Verleihung der Zertifizierungs-Urkunde des HafenCity Umweltzeichens an Vertreter des NIDUS Lofts

Als seinerzeit erstes Wohngebäude erhielt das NIDUS Loft an der Shanghaiallee die höchste Nachhaltigkeitszertifizierung der HafenCity Hamburg GmbH (Archivbild) (© Thomas Hampel)

Seit 2007 vergibt die HafenCity Hamburg GmbH das Umweltzeichen HafenCity, das erste Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen in Deutschland. Seit 2010 ist die Zertifizierung eine Voraussetzung für die Anhandgabe von Grundstücken. Im Frühjahr 2017 wurde das Umweltzeichen zum dritten Mal umfassend überarbeitet. Seither gibt es in Anlehnung an den DGNB-Standard statt der Zertifizierungen „Silber“ die Auszeichnung „Gold“, statt der Auszeichnung „Gold“ die Zertifizierung „Platin“. Gleichzeitig wurden die Kategorien zum Teil neu strukturiert, Ergänzungen eingearbeitet und das System an aktuelle gesetzliche Vorgaben und geänderte Normung angepasst sowie neue Standards gesetzt. 

So wurden u.a. neue E-Mobilitätsanforderungen aufgenommen, Dämmvorgaben wegen ihrer mangelhaften positiven Gesamtbilanz nicht weiter verschärft, dafür aber mehr (solare) Energiegewinnung sowie weitere Gebäudelebenszyklusansätze integriert. Verstärkt wurden auch – wie beim Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), bei der die HafenCity Gründungsmitglied ist – erste Konzepte des sog. „Cradle to Cradle“-Ansatzes operationalisiert. Gleichzeitig wurde das energetische Monitoring auf alle Gebäudetypen ausgeweitet.

Eine Auszeichnung setzt voraus, dass mindestens drei von fünf Kategorien in Platin erfüllt werden, die weiteren in Gold. Damit können Bauherren trotz der allgemeinen Verbindlichkeit eigene Akzente setzen. Die Kategorie 1 „Nachhaltiger Umgang mit energetischen Ressourcen“ bleibt davon unbenommen Pflichtkategorie. Die Nutzungen Wohnen, Büro, Hotel, Gewerbe/Handel, Versammlungsstätten und Bildungseinrichtungen werden zudem nun in ihren Anforderungen deutlich unterschieden. 

Prüffähige Nachweise und Dokumentation

Die für die Projektprüfung notwendigen Dokumentationen und Nachweise sind im Auftrag und auf Kosten des Antragstellers zu erstellen. Für die einzelnen Kategorien und Qualitätsziele werden entsprechende Checklisten über die notwendigen Unterlagen vorgegeben. Die Dokumentation erfolgt für das ganze Gebäude und, nur soweit notwendig, getrennt nach den Nutzungsarten. Der Umfang und die Detaillierung werden in der Dokumentationsrichtlinie zum Umweltzeichen ausgeführt.

Die Prüfung auf Übereinstimmung der erreichten Qualität bzw. der Erfüllung der vereinbarten Anforderungen erfolgt durch einen der von der HCH dafür zugelassenen Gutachter. Der Bauherr hat mit einem der zugelassenen Gutachter einen Prüfvertrag abzuschließen. Das Ergebnis einer (erfolgreichen) Prüfung ist die Bestätigung der Übereinstimmung, die der HCH vorzulegen ist.

Nur bei Vorlage aller notwendigen Dokumente kann eine Prüfung der für das Umweltzeichen vertraglich vereinbarten Qualitäten erfolgen. Fehlende Leistungen bzw. Unterlagen können zur Aberkennung des Umweltzeichens führen. Die ausführliche Broschüre zum Umweltzeichen, die Dokumentationsrichtlinie, die Anmeldungsunterlagen und die Vordrucke für die Dokumentation stehen in dem Kasten rechts oben auf dieser Seite zum Download bereit.

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Die für die Projektprüfung notwendigen Dokumentationen und Nachweise sind im Auftrag des Antragstellers zu erstellen

Nur bei Vorlage aller Dokumente kann eine Prüfung erfolgen