Konzepte

Neue Infrastruktur - Grundlage für die Stadtentwicklung

Mit dem Auto oder zu Fuß durch die City

Anbindungen der HafenCity zur Hamburger Innenstadt stellen derzeit vier Straßenbrücken her. Die in Ost-West-Richtung verlaufende Straße Am Sandtorkai/Brooktorkai dient als zentrale nördliche Erschließungsachse der westlichen HafenCity. Von ihr aus wird auch der Verkehr in Richtung Süden aufgefächert; vor allem durch die Shanghaiallee und die Osakaallee. Ihre Fortsetzung führt direkt über die Kornhausbrücke und bildet die Verlängerung der Domplatz-Achse. Fußgänger gelangen in zehn Minuten vom Überseeboulevard über die Kornhausbrücke und den Domplatz bis zum Jungfernstieg.

Neue Brücken über den Baakenhafen

Die neue Brücke über den Baakenhafen verbindet den nördlichen Teil des Quartiers Baakenhafen mit seinem Südteil. Im August 2013 eröffnet und 170 m lang, markiert die Baakenhafenbrücke einen weiteren wichtigen Meilenstein in der zügigen Entwicklung der östlichen HafenCity, in der die Arbeiten für die Infrastrukturmaßnahmen weiter voranschreiten und 2014 das erste Gebäude in Bau geht. Im Sommer 2013 wurde eine zweispurige Umleitung der Versmannstraße eingerichtet, um die wichtigsten Verkehrsverbindungen des Quartiers, die neue Versmannstraße sowie die Verlängerung der U4 bis zu den Elbbrücken herzustellen. Die temporäre Verkehrsführung verläuft über die Baakenhafenbrücke direkt an der Elbe entlang bis zu den Elbbrücken. 2017 wird der südliche Fahrstreifen der neuen Versmannstraße einsatzbereit sein. Dann kann der Verkehr zurückverlegt und das Elbufer als breite grüne Promenade gestaltet werden. Zudem werden zahlreiche Fuß- und Radwege angelegt, und eine Fuß- und Radwegebrücke verbindet ab 2017 über den Baakenpark Nord- und Südteil der östlichen HafenCity.

Umweltfreundlicher Verkehr

Die zentrale Lage und die Erreichbarkeit der HafenCity laden zunehmend dazu ein, auf das Auto zu verzichten. Vor allem wegen ihrer kurzen Wege ist die HafenCity ideal für Fahrradfahrer und Fußgänger, das weit verzweigte Wegenetz zudem außergewöhnlich engmaschig. Die Mehrzahl der Fuß- und Fahrradwege verläuft abseits des Autoverkehrs auf Promenaden, Stegen und Plätzen, viele davon direkt am Wasser. Entlang der stark befahrenen Straßen sind Radfahrstreifen Standard.

Auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Sehkraft bewegen sich in der HafenCity problemlos. Eine Fülle von Maßnahmen macht die Freiräume weitgehend barrierefrei. Die wichtigsten Lauf- und Fahrwege werden durch behindertengerechte Rampen erschlossen, an Ampeln können akustische Signale abgerufen werden. Die Oberflächen auf den Promenaden sind mit besonderem Blick auf die Geh- und Rollqualität realisiert, und es wurde geschnittenes (und damit ebenes) Großkopfsteinpflaster verlegt.

U-Bahn, Fähren & Busse

Wesentliche Voraussetzung, um die HafenCity mit ihrer dichten Nutzungsmischung und ihrer hohen Besucherfrequenz nachhaltig zu entwickeln, ist ein effizientes System des ÖPNV. Im Dezember 2012 nahm mit der neuen U4 an der Haltestelle Überseequartier daher ein zentraler Mobilitätsbaustein den regulären Betrieb auf und verbindet die HafenCity seither direkt mit Jungfernstieg und Hauptbahnhof. Im August 2013 folgte die Inbetriebnahme der Haltestelle HafenCity Universität, zwei Monate zuvor erlebte die Verlängerung der U4 bis zu den Elbbrücken ihren ersten Spatenstich. Der letzte 1,3 Kilometer lange Streckenabschnitt führt von der Haltestelle HafenCity Universität zum neuen Halt Elbbrücken und bindet ab 2018 die neuen Quartiere mit ihren rund 2.800 Wohnungen und ca. 20.000 Arbeitsplätzen effektiv an. Die Ausschreibung für den Bau der Haltestelle Elbbrücken findet noch 2014 statt, für die Gestaltung entschied sich die Jury im Frühjahr 2013 für den Entwurf des Hamburger Architekturbüros von Gerkan, Marg und Partner (gmp). Zielsetzung ist es, mit dem Weiterbau auch eine Verknüpfung mit der S-Bahn über eine neue S-Bahn-Haltestelle an den Elbbrücken herzustellen.

Weiterhin gibt es ein dichtes Netz an Busstationen: Der MetroBus 6 fährt bis zur Haltestelle Auf dem Sande in der Speicherstadt, die neue Hafenrandlinie 111, „Hamburgs günstigste Stadtrundfahrt“, führt vom Fischereihafen durch die HafenCity bis an den Baakenhafen. Auch ein erster Fähranleger wurde nahe der Elbphilharmonie errichtet. Zwei weitere folgen – an der HafenCity Universität und an den Elbbrücken. Dazu kommen verschiedene Barkassenanleger, u. a. im Magdeburger Hafen und im Baakenhafen.

Planung und Bau der komplexen Infrastrukturmaßnahmen verantwortet die stadteigene HafenCity Hamburg GmbH als Bauherrin (außer auf den privaten Grundstücken). Finanziert werden diese durch Grundstücksverkäufe im Planungsgebiet. Ausnahme ist die U4, die von der Hamburger Hochbahn AG geplant und realisiert wird. Ihre Finanzierung erfolgte über den Haushalt der Freien und Hansestadt Hamburg sowie über Zuschüsse aus Bundesmitteln. Die Weiterführung wird allerdings vom Sondervermögen Stadt und Hafen getragen. Die Finanzierung der externen Anbindung der HafenCity, der geplante Umbau des Deichtorplatzes sowie der Bau von Brücken zwischen der HafenCity und anderen Stadtquartieren erfolgen wiederum aus dem städtischen Haushalt.