Infrastruktur

Die neue U-Bahn Linie U4

Die neue Linie U4, die über Jungfernstieg zum Hauptbahnhof und Berliner Tor bis nach Billstedt führt, erschließt seit dem 28. November 2012 den neuen Stadtteil an der Elbe – zunächst bis zu der Haltestelle Überseequartier in der zentralen HafenCity, später zur bis zur Station HafenCity Universität.

Im Tunnel der U4: Der Bau der U-Bahn stieß auf reges Interesse

Im Tunnel der U4: Der Bau der U-Bahn stieß auf reges Interesse (© ELBE&FLUT) Bilderserie starten

Im Dezember 2012 nahm mit der neuen, im Masterplan 2000 nicht vorgesehenen U4 an der Haltestelle Überseequartier ein zentraler Mobilitätsbaustein den regulären Betrieb auf und verbindet die HafenCity seither direkt mit Jungfernstieg und Hauptbahnhof. Im August 2013 folgte die Inbetriebnahme der Haltestelle HafenCity Universität, zwei Monate zuvor erlebte die Verlängerung der U4 bis zu den Elbbrücken ihren ersten Spatenstich. Der letzte, 1,3 Kilometer lange Streckenabschnitt führt von der Haltestelle HafenCity Universität zur neuen Haltestelle Elbbrücken und bindet ab 2018 die östlichen Quartiere mit ihren über 3.000 Wohnungen und ca. 20.000 Arbeitsplätzen effektiv an.

Im Zuge des Weiterbaus der U4 entsteht an den Elbbrücken seit April 2015 nicht nur eine neue oberirdische U-Bahnhaltestelle nach Plänen des Hamburger Büros von Gerkan, Marg und Partner (gmp). Gleichzeitig errichtet die Deutsche Bahn AG eine neue S-Bahnstation Elbbrücken. Der Bahnhof wird ab 2018 die östliche HafenCity sowie Teile des nordwestlich gelegenen Stadtteils Rothenburgsort erschließen und gleichzeitig eine bessere Verknüpfung mit dem HVV-Netz bieten. Das gesamte Bauvorhaben S-Bahnstation Elbbrücken umfasst neben dem Zugangsgebäude u. a. auch eine 70 m lange und 5 m breite verglaste Fußgängerbrücke zwischen den Bahnhöfen.

Planung und Bau der komplexen Infrastrukturmaßnahmen verantwortet die stadteigene HafenCity Hamburg GmbH als Bauherrin (außer auf den privaten Grundstücken). Finanziert werden diese durch Grundstücksverkäufe im Planungsgebiet, Ausnahme ist die U4, die von der Hamburger Hochbahn AG geplant und realisiert wird. Ihre Finanzierung erfolgte über den Haushalt der Freien und Hansestadt Hamburg sowie über Zuschüsse aus Bundesmitteln. Die Weiterführung wird allerdings vom „Sondervermögen Stadt und Hafen“ getragen. Die externe Anbindung der HafenCity, der geplante Umbau des Deichtorplatzes sowie der Bau von Brücken zwischen der HafenCity und anderen Stadtquartieren erfolgen ebenfalls über den städtischen Haushalt.