Fragen und Antworten zur HafenCity

Wie kann ich eine Wohnung in der HafenCity mieten oder kaufen? Wie grün wird der Stadtteil? Und welche Aufgaben nimmt eigentlich die HafenCity Hamburg GmbH wahr? Antworten auf häufig gestellte Fragen

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Wird in der HafenCity öffentlicher Raum privatisiert?

Mit der HafenCity erhalten Hamburg sowie seine Bürger ein Stück Stadt zurück – und damit großzügige neue Freiräume am Wasser. Aus ehemaligem "brownfield", also einem industriell und hafenbezogen genutztem Gebiet, das durch einen Zollzaun bis 2003 von der Stadt abgetrennt war, wird ein innerstädtischer Stadtteil mit hoher Aufenthaltsqualität. Dabei werden rund 25 Prozent der Fläche des neuen Stadtteils als öffentliche Freiräume gestaltet. Zu den öffentlichen Freiräumen, die gut vernetzt und untereinander verbunden sind, kommen noch 13 Prozent private öffentlich nutzbare Freiflächen hinzu. Lediglich sieben Prozent der gesamten Freiflächen sind nicht öffentlich. Damit sind 45 Prozent der gesamten HafenCity Freifläche - bei 32 Prozent Gebäudegrundfläche und 23 Prozent Verkehrsfläche. 

Gleichzeitig sind diese Privatflächen allerdings mit weitreichenden Öffentlichkeitsverpflichtungen versehen: Von Bürgern und Besuchern Hamburgs können sie genauso genutzt werden wie die öffentlichen Stadträume. Ihre Eigentümer müssen die Privatflächen nicht nur rund um die Uhr und für Jedermann begehbar halten. Auch andere Aktivitäten – beispielsweise journalistischer, kultureller oder politischer Art – sind im gleichen Umfang gestattet wie auf allen städtischen Freiräumen.

In den meisten Quartieren bestehen öffentliche und private Freiräume nebeneinander. Nur im zentralen Überseequartier wurde der gesamte Freiraum (also der künftig stark belebte Überseeboulevard und die Flächen zwischen den Häusern) an private Investoren verkauft, um hier eine besonders hohe Nutzungsintensität mit dicht gemischten Nutzungskonzepten zu gewährleisten. So wäre zum Beispiel die geplante private Tiefgarage mit ihren 3.400 Stellplätzen unter öffentlichem Grund nicht realisierbar gewesen und Wohnnutzungen hätten sich inmitten eines solchen urbanen Kerngebiets ebenfalls kaum entwickeln lassen. Auch im Überseequartier gelten jedoch die gleichen weitgehenden Öffentlichkeitsverpflichtungen.

Gestalterisch werden private und öffentliche Flächen eng miteinander verzahnt: Beispielsweise gestaltet die katalanische Architektin Beth Galí sowohl die privaten Freiflächen im Überseequartier als auch die öffentlichen Stadträume auf den angrenzenden Gebieten am Dar-es-Salaam-Platz. Und im Quartier Am Sandtorpark / Grasbrook gilt ein übergreifendes Freiraumkonzept für den öffentlichen Park genauso wie für die benachbarten Privatflächen an und zwischen den Gebäuden.

Durch die Öffnung dieser privaten Flächen ergibt sich hier wie auch an Sandtorkai und Dalmannkai ein weiterer Vorteil: Fußgänger müssen nicht – wie in vielen gründerzeitlichen Vierteln – lange Gebäuderiegel umständlich umgehen. In der HafenCity kommen sie stets auf kürzestem Weg zum Ziel, wobei sie oft sogar die Wahl zwischen mehreren Wegalternativen haben.