Fragen und Antworten zur HafenCity

Wie kann ich eine Wohnung in der HafenCity mieten oder kaufen? Wie grün wird der Stadtteil? Und welche Aufgaben nimmt eigentlich die HafenCity Hamburg GmbH wahr? Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wohnen & Arbeiten

Freizeit & Kultur

Konzepte & Planung

Zurück zur Liste

Wie grün wird die HafenCity?

Das Foto zeigt die belebten Dalmannkai-Treppen

An der Dalmannkai-Promenade inszenieren auch die Dalmannkai-Treppen den Uferbereich des Grasbrookhafens (© ELBE&FLUT) Bilderserie starten

Es entstehen verschiedene Typologien begrünter öffentlicher Freiräume in der HafenCity; es gibt baumbestandene Plätze, kleinere "Pocketparks", Rasen- und Spielflächen sowie den Lohsepark als zentralen Innenstadtpark; alle Straßen werden von Baumpflanzungen begleitet

In der HafenCity entstehen verschiedene Typologien begrünter öffentlicher Freiräume. So gibt es baumbestandene Plätze wie etwa die Marco-Polo-Terrassen und den Vasco-da-Gama-Platz oder auch kleinere "Pocketparks" wie die Dalmannkaitreppen. In zwei Quartierparks, dem Sandtorpark und dem Grasbrookpark, entstehen Rasen- und Spielflächen. Größte Grünfläche mit ca.  40.000 qm wird der Lohsepark als zentraler Innenstadtpark. Im Oberhafenquartier entsteht ein grüner Sportplatz.
Der Lohsepark fügt sich städtebaulich in die Hamburger Grünanlagen ein: Er verlängert das grüne Band der Wallanlagen Richtung Süden an die Elbe heran. An den Park wiederum schließt sich eine Promenade mit breiten Rasenflächen als grüner Parkmäander entlang des Kirchenpauerkais im Osten der HafenCity an, über den Spaziergänger durch eine Brückenquerung später bis zur Grünanlage Entenwerder laufen können.
Insgesamt werden in der HafenCity rund 2.000 Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 30-35 cm, einer Pflanzgröße von ca. 7,0 m Höhe und 2-3 m breiten Kronen gepflanzt. Die Baumpflanzungen erfolgen größtenteils auf beiden Seiten der Straßen oder zusätzlich auf dem Mittelstreifen wie zukünftig auf der Shanghaiallee. Für die HafenCity ist ein spezieller "Baummasterplan" entworfen worden, der festlegt, welche Baumart in welcher Straße wachsen soll. Für die unterschiedlichen Quartiere beziehungsweise Straßenzüge sind jeweils Baumarten vorgesehen, die sich durch eine besondere Eigenschaft auszeichnen – etwa fiederblättrige Baumarten oder Baumarten, die sich durch leuchtende Herbstfärbung oder besondere Blüten auszeichnen wie im Bereich der Hafenköpfe. Rund 20 verschiedene Baumarten, wie zum Beispiel Kirschen, Sumpfeichen,  Magnolien und Weiden, werden auf diese Weise in der HafenCity gepflanzt.
Ausgewählt wurden besondere Baumarten, die für das städtische Klima und die extremen Standortbedingungen im Hafen geeignet sind. Die Bäume auf den Kaiebenen müssen im Winter mit Hochwasser zurechtkommen und generell müssen die Bäume hitze -und trockenheitsverträglich sein, um im Sommer nicht ständig bewässert werden zu müssen. Im Auftrag der HafenCity Hamburg GmbH wurde dazu ein eigenes vegetationstechnisches Konzept erarbeitet. Oberstes Gebot ist die Nachhaltigkeit: Die Pflanzen sollen gesund bleiben und gedeihen. Deshalb werden Baumgruben von mindestens 12 Kubikmeter Volumen mit einem für die Standorteigenschaften der HafenCity entwickelten Pflanzsubstrat ausgebildet und die  Wurzeln werden über ein Belüftungssystem mit Sauerstoff versorgt. Die Begrünung der HafenCity wirkt sich auch in der Umweltbilanz aus: Ein junger Baum bindet im Jahr rund 25 kg Kohlenstoffdioxid (CO2). Ist er einmal ausgewachsen, bringt er es auf jährlich 200 kg CO2. Eine Studie im Auftrag der HafenCity Hamburg GmbH hat ergeben, dass durch die neu gepflanzten Bäume somit jährlich mehr als 400 Tonnen CO2 gebunden werden.
Dennoch wird die HafenCity nicht nur als grüner Stadtteil zu verstehen sein; ihre Freiräume sind auch die Wasserflächen der Hafenbecken und die Promenaden, die nur wenig bepflanzt sind, um die hafentypischen Strukturen zu erhalten.

Mobilität