Fragen und Antworten zur HafenCity

Wie kann ich eine Wohnung in der HafenCity mieten oder kaufen? Wie grün wird der Stadtteil? Und welche Aufgaben nimmt eigentlich die HafenCity Hamburg GmbH wahr? Antworten auf häufig gestellte Fragen

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Wie ausgeprägt ist die Kulturszene der HafenCity?

Noch ist die Kunst- und Kulturlandschaft in der HafenCity jung, dennoch ist der Standort schon jetzt ein beliebter Ort für Veranstaltungen nahezu jeder Größenordnung, von der kleinen spontanen Street-Art-Performance bis hin zum Hafengeburtstag. Im Laufe der Zeit sind immer wieder wichtige Kooperationen und Organisationsstrukturen entstanden. Neben Initiativen wie der „Musikalischen LandArt“ war dabei die Kooperation von Hamburgischer Kulturstiftung, Körber-Stiftung und HafenCity Hamburg GmbH mit ihrer Auslobung eines ersten Künstlerwettbewerbs 2004/2005 der Startpunkt der kulturellen Entwicklung des Stadtteils.

Später folgten auch Theateraufführungen, darunter eigens inszenierte Sommerprogramme des Thalia Theaters. Zusammen mit Kampnagel, dem Hamburger Kunstverein und den Deichtorhallen sind seit 2011 Kunstprojekte initiiert worden, die ein neuer gemeinsamer Ansatz eint: der Diskurs über die Möglichkeiten des Zusammenlebens und der neu zu konstituierenden Stadtöffentlichkeit in der HafenCity.

Impulse aus Kultur und Kunst spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der gesamten HafenCity. Umgekehrt profitieren Künstler und kulturelle Orte von der Geschichte und der Transformation des Gebiets. Die im Januar 2017 eröffnende Elbphilharmonie ist dafür ein hervorragendes Beispiel, denn hier verbinden sich historische Hafenarchitektur und zeitgenössische Baukunst mit Hafentradition und der neuen Identität des gesamten Stadtteils. Daraus entstehen ein spektakuläres internationales Wahrzeichen und ein großen Musikort.

Für viele regelmäßig stattfindende Veranstaltungen ist die HafenCity als Standort oder Spielstätte bereits etabliert. Dazu gehören der „Sommer in der HafenCity“ mit Open-Air-Tango, Lesungen in abendlicher Hafenatmosphäre, einer Kinderbaustelle unter freiem Himmel und vieles mehr. Mehrere Plätze und Promenaden dienen als Freilichtbühne oder als Tanzparkett. Des Weiteren locken der Hamburger Architektur Sommer und die Lange Nacht der Museen regelmäßig viele Besucher in die HafenCity.

Zu einem zentralen Impulsgeber entwickelt sich dabei zunehmend das Kreativ- und Kulturquartier Oberhafen. Schon seit gut zehn Jahren finden hier unterschiedlichste Kreativnutzungen sowie kleinere und größere kulturelle Veranstaltungen statt. Doch ob Kurzfilmfestival, Tanzperformances, Co-Working-Spaces, temporäre Nutzungen des Hamburger Gängeviertels e. V. oder Orte wie die Halle 424, ein alter Schuppenabschnitt, der Fotostudio, Kulissenbauwerkstatt und coole Jazz- und Klassiklocation in einem ist: Spätestens seit ein Großteil der Flächen Kunst- und Werkstattnutzungen zur Verfügung steht, entwickelt sich das Oberhafenquartier endgültig zum Kreativ- und Kulturstandort, der mit der übrigen HafenCity, aber auch mit Rothenburgsort, der City Süd und den dort neu entwickelten Kulturaktivitäten sowie der Museumsmeile hervorragend vernetzt sein wird.

Neben dem Quartier Oberhafen rückt auch das Elbtorquartier zunehmend auf die kreativ-kulturelle Landkarte. Nach iF Design im Jahr 2013 eröffnete im Juli 2014 mit dem Hamburger Design-Netzwerk designxport ein weiterer wichtiger Kreativakteur seinen Standort in der Hafen-City. Sukzessive entsteht damit am Magdeburger Hafen ein reger Umschlagplatz für Ideen sowie ein öffentliches Schaufenster für die lokale, regionale, aber auch internationale Kreativbranche, in dessen unmittelbarer Nähe entlang der Hongkongstraße sich auch zunehmend Agenturen und Start-ups ansiedeln.

Seit 2009 findet das stetig wachsende Harbour Front Literaturfestival auch in der HafenCity spannende Orte am Wasser für Lesungen mit prominenten Autoren. Das ebenso längst über Hamburg hinaus wahrgenommene Musikevent ELBJAZZ Festival begeistert seit Jahren mit der kulturellen Nutzung ungewöhnlicher maritimer Orte und nicht zuletzt mit internationalen Stars und Dutzenden Konzerten. Der Designmarkt „Der.Die.Sein.Markt“ findet mit großem Erfolg seit 2010 im Atrium des Unilever-Gebäudes statt.

Das Automuseum Prototyp, das im denkmalgeschützten Gebäude der Harburger Gummi-Kamm-Compagnie historische Rennautos und Sportwagen zeigt sowie das Internationale Maritime Museum im ältesten Speichergebäude der HafenCity und der Speicherstadt erweitern das kulturelle Angebot. Und mit der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Der Montag an der Spitze“ laden Spiegel-Verlag und Körber-Stiftung regelmäßig zu spannenden Diskussionen mit bedeutenden Gästen in die HafenCity ein.

Elementarer Teil des Lohseparks ist mit dem dreiteiligen „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ ein Mahnmal zur Hamburger Deportationsgeschichte. Bis Mitte 2017 entsteht dessen zentraler historischer Gedenkort am unter Denkmalschutz stehenden Relikt des Bahnsteigs 2 im östlichen Anschluss an den Park, von wo aus zwischen 1940 und 1945 mindestens 7.692 Juden, Sinti und Roma deportiert wurden. Die sogenannte Fuge, die vom ehemaligen Bahnhofsvorplatz am heutigen Lohseplatz quer durch den Lohsepark den historischen Gleisverlauf nachzeichnet und bis zum Bahnsteig führt, wurde schon im Juli 2016 gemeinsam mit dem Lohsepark eröffnet. Auf der Westseite des Parks entsteht an der Steinschanze schließlich in direkter visueller Beziehung zum historischen Gedenkort ein Dokumentationszentrum, mit einer dauerhaften Ausstellung zum Schicksal der deportierten Norddeutschen und Hamburger Bürger.

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