Luftbild des HafenCity-Gebietes

Quartiere

Metropolitanes Geschäfts- und Wohnquartier mit Weitblick

Spektakuläre Hochhäuser und eine erstklassige Anbindung für neue Arbeitswelten mit hoher Innovationskraft

(© Kuhn / Fotofrizz) Bilderserie starten

Das Quartier Elbbrücken wird neben dem Überseequartier das zweite urbane Zentrum der HafenCity. Spektakuläre Hochhäuser, Wasserflächen zu drei Seiten und ein großer, zentraler Platz kennzeichnen den hochverdichteten Geschäfts- und Wohnstandort. Ermöglicht wird das durch eine hervorragende ÖPNV-Anbindung mit neuer, verbundener U-Bahnhaltestelle und S-Bahnstation. Rund 60 Prozent des Gebiets sind für Büronutzung und rund 10 Prozent für Gastronomie und Sondernutzungen eingeplant – ein Potenzial für 13.000 Arbeitsplätze. Für Wohnen verbleibt somit 30 Prozent der Flächen – je nach Größe sind das rund 1.100 Wohnungen. Der erste Preis im städtebaulichen Wettbewerb ging im September 2015 an das Schweizer Büro Hosoya Schaefer Architects aus Zürich, dessen Entwurf den östlichen Eingang der HafenCity klar definiert und ein robustes Grundgerüst für die weitere Entwicklung vorgibt. Der Freiraumwettbewerb wurde im November 2016 entschieden. Wie schon im benachbarten Quartier Baakenhafen setzte sich das Berliner Atelier Loidl durch. Der Entwurf, so die Jury, orientiert sich sichtlich an der Backsteinästhetik des Baakenhafens und wertet den gut 10.000 m2 großen Amerigo-Vespucci-Platz gleichzeitig zu einem neuen Fokus im Quartier auf. Dadurch wird der Platz auch zu einem zentralen, flexibel für Veranstaltungen nutzbaren Treffpunkt – dem größten in der gesamten HafenCity. 

U- und S-Bahnstation

Schon seit Juni 2013 sind die Arbeiten an der Streckenverlängerung der U4 in Richtung Elbbrücken sowie der Bau an der nach Entwurf des Hamburger Büros von Gerkan, Marg und Partner (gmp) entstehenden U-Bahnhaltestelle Elbbrücken in vollem Gange. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2018 geplant. Gleichzeitig errichtet die Deutsche Bahn AG an den Elbbrücken eine neue S-Bahnstation. Der Bahnhof soll die östliche HafenCity sowie Teile des nordwestlich gelegenen Stadtteils Rothenburgsort erschließen und eine bessere Verknüpfung mit dem HVV-Netz bieten. Das gesamte Bauvorhaben S-Bahnstation Elbbrücken umfasst neben dem Zugangsgebäude u. a. eine 70 m lange und 5 m breite verglaste Fußgängerbrücke zur U-Bahnhaltestelle Elbbrücken. Dieser ÖPNV-Knoten ist der Treiber der verdichteten Bebauungssituation.

Auch der Bau der Haupterschließungsstraßen, der Kaimauerzonen und die Flächenfreimachung haben längst begonnen und wurden teilweise bereits beendet. So wurde bis Sommer 2016 die Brücke Zweibrückenstraße komplett neu gebaut und verbreitert sowie die nördliche Schleife der Zweibrückenstraße entschärft und die Straße direkt an die Baakenwerderstraße angeschlossen. Damit erhielt die Zweibrückenstraße nicht nur eine breitere Durchfahrt und bessere Fahrrad- und Fußwege, sie ist auch erheblich besser gegen Hochwasser geschützt.

Nachhaltige Mobilität

Eine exzellente ÖPNV-Anbindung ist im Quartier gesichert. Gemeinsam mit dem benachbarten Quartier Baakenhafen gehört das Elbbrückenquartier aber auch zu Europas größtem quartiersbezogenen Innovationsvorhaben für Carsharing und Elektromobilität. Zielsetzung ist es nicht nur, die Nutzung privater Pkws deutlich zu reduzieren, jedes einzelne Gebäude sowie die gesamten Quartiere an sich sollen für die Nutzer sozial und ökologisch attraktiv gestaltet werden. 

In diesem Rahmen entstehen im Gebiet nur noch 40 Pkw-Stellplätze pro 100 Wohnungen. Ein Drittel davon wird zudem Teil eines Carsharing-Systems, das bis 2025 ausschließlich aus Elektromobilen bestehen soll. Für viele Bewohner und Beschäftigte wird ein eigenes Fahrzeug somit zunehmend überflüssig. Gleichzeitig wird der öffentliche Raum durch nicht notwendige Stellplätze aufgewertet. Speziell das Elbbrückenquartier wird überdies zum Abminderungsgebiet im Sinne der HBauO. Gleichzeitig gelten die E-Mobilitätsanforderungen (d. h. die Ausstattung mit E-Ladesäulen) auch für gewerbliche Nutzungen. Die Reduktion der Stellplätze führt nicht nur zu einer erheblichen Kostenersparnis beim Bauen, sie schafft gleichzeitig eine Basis für eine Ausschreibung und Auswahl des Mobilitätsanbieters für das Carsharing in 2017.

Prominenter Unternehmenssitz

Citynah und mit U- und S-Bahn hervorragend an den öffentlichen Nachverkehr angebunden, entsteht im Quartier Elbbrücken ab 2018 ein hochverdichteter Geschäftsstandort, eine Adresse für Großunternehmen ebenso wie für kleinere, wachsende Unternehmen. Mit seinen engen Wasserbezügen zur Elbe, zum Baakenhafen und zum Billhafen sowie zur grünen Insel Entenwerder hat das Quartier Elbbrücken – intelligente Lärmschutzlösungen vorausgesetzt – aber auch große Potenziale als attraktiver Wohnstandort. 

Leben und Arbeiten am Wasser

Um Wohngebäude lärmverträglich zu positionieren, wurde der Baakenhafen an seinem östlichen Ende im Frühjahr 2016 teilweise verfüllt. Die Neubauten können nun in doppelter Reihe gesetzt werden und höhere, außen liegende Gewerbebauten die innen liegenden wasserseitigen Wohngebäude schützen. Rund um das Kopfende des Baakenhafens mit dem 2019 eröffnenden Amerigo-Vespucci-Platz entsteht so ein dichtes Wohnquartier, das sich durch vielfältige hochwertige publikumsbezogene Erdgeschossnutzungen wie Gastronomie und Einzelhandel entlang der Promenade und am Platz auszeichnet.

An der Versmannstraße werden überwiegend Blockstrukturen für Büros mit sechs bis sieben Geschossen und Hochbauten gebaut. Die bauliche Fassung vor der östlich gelegenen Freihafen-Elbbrücke und den Bahngleisen bilden hingegen noch größere Gebäude mit Hochpunkten sowie einem Turm mit 110 bis 115 m Höhe. Das breite Angebotsspektrum und die sehr gute Erreichbarkeit schaffen ein ideales Umfeld für dynamisches Unternehmens- und Stadtwachstum. Die Büro- und Hotelnutzungen dominieren, je weiter man in den Osten des Quartiers kommt. Durch diese intelligente Struktur werden trotz der Verkehrsbelastung, die sich durch die Brückenquerung des Bahnbetriebs und die Versmannstraße ergeben, lärmgeschützte Zonen geschaffen, in denen es sich auch hervorragend wohnen lässt.

Als neues, südliches Entree der inneren Stadt ist an der östlichsten Spitze des Quartiers zwischen Bahntrasse und Bundesstraße ein herausragendes Hochhaus unmittelbar an den Elbbrücken möglich – unter der Voraussetzung, dass Marktmöglichkeiten für die Realisierung bestehen. Als Nutzungen kommen Büro, Hotel und ggf. Wohnen in Betracht. Das international herausragende Projekt wird derzeit ausgelobt und könnte noch bis Ende 2017 vergeben werden. 

Erste Bauvorhaben

Drei Projekte sind im Quartier Elbbrücken bereits anhandgegeben. Für das erste Hochbauvorhaben, ein zentral zwischen Promenade, U-Bahnhaltestelle, S-Bahnstation und Amerigo--Vespucci-Platz gelegenes Schlüsselgrundstück (121), wurde im Frühjahr 2017 der Architekturwettbewerb entschieden. Ab 2018 entsteht ein rund 28.500 m2 BGF umfassendes gemeinsames Präventionszentrum der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) sowie der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) für jährlich 30.000 bis 35.000 Seminarteilnehmer und Veranstaltungsgäste. Zwei weitere Grundstücken bieten Platz für fortschrittliche neue Arbeitswelten und hohe Innovationskraft: Östlich angrenzend (118) wird das international agierende Fotovoltaikunternehmen Enerparc seinen Unternehmenssitz errichten. Zum innovativen Gebäudekonzept gehört nicht nur die Integration von Mitarbeiter-Start-ups. Es umfasst zudem ambitionierte Nachhaltigkeitsstandards im Bereich der Mobilität wie z. B. eine außergewöhnlich hohe Stellplatzabminderung auf 25 Prozent, wobei 75 Prozent der Stellplätze mit Lade-anschlüssen für Elektrofahrzeuge ausgestattet werden, sowie die umfassende Integration von Solartechnologie. 

Die OVG Real Estate GmbH, Bauherr des laut „Immobilien Zeitung“ derzeit vielleicht fortschrittlichsten Bürogebäudes der Welt, „The Edge“ in Amsterdam, realisiert nördlich davon ein noch innovativeres „High-Tech Smart-Building“ (110). Es soll als neuer Beschäftigungsmotor verschiedenen Unternehmen ein herausragendes Wachstumsumfeld bieten. Dazu entsteht es nach höchsten Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsstandards für einen erheblichen Anteil kurzlaufender Mietverträge sowie eine bedeutende Anzahl von Co-Working-Spaces.

Nächste Auslobung

Im Frühjahr 2017 werden drei weitere Grundstücke (112, 114 und 116) mit attraktiver Südseite und Wasserblick an der Elbe ausgelobt. Hier sind rund 220 Wohnungen, Wohn- und Arbeitskonzepte sowie öffentliche Erdgeschossnutzungen vorgesehen. Darüber hinaus könnten auch die Grundstücke 101, 102, 103, 106, 109 sowie 119 noch in 2017/8 anhandgegeben werden und damit weitere spannende mischgenutzte Büro-, Wohn- sowie ein besonderes Kongresshotelprojekt in die Realisierung gehen.

 

Quartiersprofil

  • Größe
    21,4 ha
    Gesamt BGF:560.000 m²
  • Arbeitsplätze
    ca. 13.000
  • Gewerbliche Nutzungen
    Büro, Dienstleistung, Hotel, Einzelhandel, Gastronomie
  • Wohnungen
    1.100
  • Entwicklungszeitraum
    2016 bis 2025