Am Sandtorkai / Dalmannkai

Projekt 24: Elbphilharmonie

Eigentümer: Freie- und Hansestadt Hamburg | Privatinvestoren für Hotel, Wohnungen, Parkhaus

Architekt: Speicher: Werner Kallmorgen, Hamburg | Umgestaltung Speicher, Konzerthalle, Hotel,
Wohnen: Herzog & De Meuron, Basel

Nutzung: Konzerthallen, Wohnen und Hotel, Gastronomie, öffentliche Plaza, Parken

Entwicklungsstand: Fertiggestellt

Das Bild zeigt die sich im Bau befindende Elbphilharmonie

Atemberaubender Bau, unvergleichliche Lage: Wie eine große Welle scheint die Elbphilharmonie über dem Gebäude des ehemaligen Kaispeichers A zu schweben (© ELBE&FLUT)

Besonderheiten:

Mit der Elbphilharmonie gewinnt Hamburg ein unvergleichliches Wahrzeichen: Nach Plänen des Architekten Werner Kallmorgen war der mächtige Kaispeicher A von 1963 bis 1966 als Kakaospeicher gebaut worden. Auf diesem Gebäude errichten die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron jetzt ein spektakuläres Konzerthaus. Zwar wurde das markante Speichergebäude zunächst komplett entkernt, jedoch blieben Kubatur und auch Fassaden erhalten. So entsteht ein weltweit einmaliger architektonischer Hybrid, der zudem um ein Fünf-Sterne-Hotel und ca. 45 Wohnungen ergänzt wird.

Den ehemaligen Speicher krönt künftig eine wellenförmig geschwungene, geneigte Glaskonstruktion. So verbinden sich historische Hafenarchitektur und zeitgenössische Architekturkreativität, Hafentradition und neue Identität des Stadtteils. Zwischen Bestandsgebäude und neuer Wellenkrone entsteht auf 37 Metern Höhe eine öffentliche Plaza mit fantastischem Ausblick auf den Hafen, die HafenCity, die Elbe und die Stadt.

Das entkernte Speichergebäude selbst wird zu zwei Dritteln als Parkfläche genutzt; daneben finden hier auch die Backstage-Bereiche sowie Räume für musikpädagogische Angebote Platz. Im gläsernen Neubau entstehen zwei große Konzertsäle für 2.150 bzw. 550 Besucher. Die Elbphilharmonie wird damit zu einem einzigartigen nahezu 110 Meter hohen Aufführungsort von klassischer Musik, Musik des 21. Jahrhunderts und anspruchsvoller Unterhaltungsmusik. Fertiggestellt werden soll das neue Hamburger Wahrzeichen nun, nach einiger Verzögerung, 2016.

Schon mit ihren ersten Entwürfen für das Konzerthaus hatten die Architekten Herzog & de Meuron 2003 international Aufsehen erregt, realisierbar wurden ihre Pläne aber erst durch das beispiellose Engagement der Hamburger Bürger: Über 7.500 Spender und Stifter sagten bisher ihre Unterstützung für den Bau und Zuschüsse für den späteren Spielbetrieb zu.